Wer einen Verbrenner fährt, zahlt beim Tanken immer noch viel Geld. Wie viel der Liter den Verbraucher genau kostet, liegt unter anderem an der Kraftstoffart: Diesel ist derzeit nämlich deutlich teurer als Benzin. In Baden-Württemberg fällt der Unterschied zum Teil noch stärker aus als bundesweit.
Doch wie viele Autos mit Diesel und Benzinmotoren es jeweils gibt, unterscheidet sich je nach Region stark. Ein Blick in die gerade veröffentlichte Statistik des Kraftfahrt-Bundesamtes zum Fahrzeugbestand zu Jahresbeginn verrät, wo die meisten Dieselfahrzeuge unterwegs sind - und die Spritpreise in Baden-Württemberg besonders wehtun.
In Hohenlohe wohnen besonders viele Diesel-Fahrer
Dass vor allem der Dieselpreis gestiegen ist, trifft besonders im Zulassungsbezirk Hohenlohekreis viele Menschen. Denn dort gibt es mit 269 Fahrzeugen pro 1.000 Einwohnern laut Statistik die höchste Dichte an Dieselautos in Baden-Württemberg. Dahinter folgen die Zulassungsbezirke Schwäbisch Hall und Main-Tauber-Kreis mit 232 und 231 Dieselfahrzeugen pro 1.000 Einwohnern. Hybride mit Dieselmotor wurden dabei nicht mitgerechnet. Die wenigsten Diesel gibt es dagegen in den Städten Stuttgart mit 95 pro 1.000 Einwohnern, gefolgt von Heidelberg (102) und Karlsruhe (118).
Die meisten Benziner pro Einwohner fahren im Enzkreis
Die meisten Benziner pro 1.000 Einwohner finden sich im Enzkreis mit 428 pro 1.000 Einwohner, gefolgt vom Kreis Heilbronn und dem Zollernalbkreis mit 422 und 414 pro 1.000 Einwohnern. Die wenigsten Benziner gibt es in Städten. Und zwar in Freiburg mit 223 pro 1.000 Einwohnern, gefolgt von Heidelberg und Karlsruhe mit 228 und 261. Auch hier sind Hybride mit Benzinmotor nicht in den Zahlen berücksichtigt.
Besonders viele Elekroautos pro Einwohner in Böblingen
Die höchste Dichte an Elektroautos findet sich in Böblingen und im Hohenlohekreis - mit 47 und 44 Autos pro 1.000 Einwohnern. Die wenigsten reinen Stromer im Vergleich zur Bevölkerung gibt es in den Städten Heilbronn und Pforzheim mit 18 pro 1.000 Einwohnern. Wer gar kein privates Auto hat, leidet unter hohen Spritpreisen allenfalls indirekt. Die niedrigsten Fahrzeugdichten bei Privat-Pkw insgesamt finden sich in Heidelberg, Freiburg und Stuttgart.
Diesel- und Benzinpreise So tanken Sie heute günstig
Spritpreise am 8. August 2026: Superbenzin kostet im Mittel 2,14€, E10 2,08€ und Diesel 2,14€ in Deutschland. So teuer ist es in Ihrer Nähe.
Warum unterscheiden sich die Preise zwischen Diesel und Benzin?
Dass der Diesel in Relation teurer ist als Benzin, liegt an der Menge des produzierten Sprits in Deutschland. Benzin werde hierzulande ausreichend produziert, während man beim Diesel von Importen abhängig sei, sagte der Ölmarkt- Experte Hagen Reiners dem SWR. Die Folge: Während ein Liter Benzin in Baden-Württemberg zwei Cent unter dem Bundesdurchschnitt liegt, ist der Diesel-Preis hingegen relativ höher.
Auch an Tankstellen regional große Unterschiede
Aber auch unabhängig von der Verbrennerart variieren die Preise in Baden-Württemberg je nach Region. Menschen, die etwa in einer Grenzregion wohnen, müssen beim Tanken vergleichsweise tief in den Geldbeutel greifen. Im Nordbaden und dem Kraichgau, der Region Stuttgart und der Alb sind Super E5 und E10 günstiger. Beim Diesel sind die Preise im Bereich des Oberrheins und im gesamten Süden höher.