Am Sonntag war es wieder soweit - die Vesperkirchen in Giengen und Heidenheim haben begonnen. Es geht um mehr als gemeinsam am Tisch eine warme Mahlzeit einzunehmen.
"ZusammenHalten" - dieses Motto hat die 19. Giengener Vesperkirche ausgerufen. Dabei geht es um den Zusammenhalt, etwa beim gemeinsamen Gespräch oder einfach nur beim Zuhören, Musizieren oder beim Mut machen, wenn sich die Menschen an den schön gedeckten Tischen treffen, kündigt die Evangelische Kirchengemeinde Giengen an. Zudem rückt das Thema Einsamkeit in den Fokus.
Vesperkirche in Giengen - über 3.000 Mahlzeiten
Eingeladen seien alle, Alt und Jung, Bedürftige und Nicht-Bedürftige, heißt es. Eine Mahlzeit kostet in der Giengener Stadtkirche zwei Euro, teilte die Evangelische Kirche mit. Wer kann, gibt mehr. Insgesamt sollen 3.000 Mahlzeiten in den kommenden zwei Wochen serviert werden. Rund 160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Giengen und Umgebung, aus Kirchen, Vereinen, Schulen und Ausbildungsbetrieben engagieren sich hier ehrenamtlich.
Über das Ehrenamt in der Giengener Vesperkirche berichtete der SWR vergangenes Jahr:
Heidenheimer Vesperkirche: "Hier darfst Du sein"
Auch die Heidenheimer Vesperkirche hat am Sonntag begonnen. Nach dem Motto: "Hier... darfst du sein!" richtet sich das Angebot in der Pauluskirche an alle, die Lust haben, gemeinsam mit anderen beisammen zu sein, so die Kirchengemeinde. Neben den Essensangeboten gibt es täglich am Mittag auch einen musikalischen Beitrag und Angebote wie Fußpflege oder einen Friseur. Die ökumenische Vesperkirche sei "eine Gemeinschaft auf Zeit, wo sich die unterschiedlichsten Menschen begegnen", heißt es in der Einladung. Die Vesperkirche geht bis 11. Februar.
Ulmer Vesperkirche schon gestartet
Bereits am vergangenen Donnerstag hat in Ulm die 31. Vesperkirche begonnen. Dafür wurden im schönen Ambiente der Pauluskirche die Tische weiß eingedeckt. Hier werden vier Wochen lang warme Mahlzeiten zum Preis von 1,50 Euro ausgegeben. Wer kann, gibt vielleicht etwas mehr, sagte Peter Heiter, Pfarrer der Ulmer Pauluskirche, dem SWR. Denn es gebe immer mehr Menschen, die nicht zahlen könnten. Mehr als 13.000 Essen gehen hier in den kommenden Wochen über die Theke.