Wenn man von einem Einbruch in ein Pfarramt hört, stellt man sich normalerweise die Frage nach dem "Warum". Lohnt sich das überhaupt für die Einbrecher? In dem Fall, der sich im August in Ulmer Stadtteil Wiblingen ereignet hat, kann man diese Frage mit "Ja" beantworten.
War der 50.000-Euro-Kelch ein Zufallsfund?
Wie die Polizei auf Anfrage des SWR mitgeteilt hat, haben die Diebe einen Abendmahlskelch aus dem Jahr 1844 gestohlen, der rund 50.000 Euro wert ist. Ob sie es gezielt auf den Kelch abgesehen hatten oder ob sie zufällig auf ihn gestoßen sind, ist unklar.
Daneben ließen die Einbrecher noch zwei weitere Kelche mitgehen, außerdem zwei Silberkannen und drei Messingschalen im Wert von insgesamt rund 10.000 Euro. Was aus den Gegenständen geworden ist, weiß die Polizei derzeit noch nicht. Fraglich ist auch, was man mit Beute wie dieser anstellt und wie man sie zu Geld machen könnte.
Zwei weitere Einbrüche in kirchliche Gebäude in Ulm
Die Unbekannten hatten nach Angaben der Ermittler in der Nacht vom 12. auf den 13. August ein Fenster des Pfarramts in Ulm-Wiblingen aufgehebelt. Drinnen durchwühlten sie die Räume und stießen auf die wertvollen Gegenstände.
Im Juni und Juli gab es in Ulm zwei weitere Einbrüche in kirchliche Gebäude. Dabei erbeuteten Unbekannte jeweils Bargeld. Die Polizei prüft jetzt, ob es einen Zusammenhang zwischen den Vorfällen gibt.