Ein "Zeichen für Frieden, Zusammenhalt und gegenseitigen Respekt" setzen, dieses Ziel haben die Israelitische Religionsgemeinschaft Württembergs und die Stadt Aalen (Ostalbkreis) für die Chanukka-Feier am Montag ausgegeben. Nach dem Anschlag im australischen Sydney am Wochenende ist das Fest für den Ulmer Rabbiner Shneur Trebnik "wichtiger denn je".
Rabbiner hofft auf viele Besucher auch bei Chanukka-Feier
Der Rabbiner sagte im SWR, man müsse "mehr Zeichen setzen". Das bedeute, "mehr Chanukka-Feiern in der Öffentlichkeit, mehr Familien sollten Kerzen zuhause anzünden". Trebnik wünscht sich außerdem, dass zu der öffentlichen Chanukka-Feier am kommenden Sonntag in Ulm auf dem Weinhof "deutlich mehr Leute kommen werden, um gemeinsam ein Zeichen gegen Hass und Hetze [...] und für mehr Positives auf der Welt zu setzen".
Die Stadt Aalen hatte im Vorfeld die Sicherheitsmaßnahmen für die Chanukka-Feier erhöht, so eine Sprecherin auf SWR-Anfrage. Mehr Polizeibeamte und auch der kommunale Ordnungsdienst waren vor Ort. Nach Polizeiangaben haben rund 120 Menschen das Fest in Aalen besucht. Das jüdische Lichterfest Chanukka dauert insgesamt acht Tage und erinnert an Mut, Glaube und Hoffnung.
Die jüdische Gemeinde in Aalen ist seit Mitte der Neunzigerjahre stark gewachsen, weil viele Juden aus der ehemaligen Sowjetunion zugewandert sind. Aalen ist deshalb eine von acht Städten in Baden-Württemberg, in denen es eine Zweigstelle der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württemberg (IRGW) gibt.