Bei mehreren Unfällen mit Motorrädern sind im Verlauf des Samstags in Baden-Württemberg drei Menschen ums Leben gekommen. So starb etwa ein 19-Jähriger bei Leutkirch im Allgäu (Kreis Ravensburg) nach einem Überholvorgang. Er sei nach derzeitigem Erkenntnisstand am Samstagabend auf der Wangener Straße stadtauswärts unterwegs gewesen, teilte die Polizei mit. Kurz vor einer Kreuzung habe er auf der Linksabbiegespur einen Pkw überholt. Im gleichen Moment begann ein 21-jähriger Autofahrer, die Kreuzung zu queren, und übersah dabei das herannahende Motorrad.
Der 19-Jährige habe versucht, mit seinem Motorrad dem Wagen auszuweichen, diesen aber touchiert. Der junge Mann wurde über die Motorhaube abgeworfen und prallte dann gegen eine Hauseingangstreppe. Durch den Aufprall wurde er so schwer verletzt, dass er im Krankenhaus starb.
Motorradfahrer gerät in Gegenverkehr und stirbt
Ebenfalls tödlich endete ein Unfall eines 25-Jährigen auf der B312 in Pfronstetten im Kreis Reutlingen. Der junge Motorradfahrer war laut Polizei in einer Rechtskurve in den Gegenverkehr geraten und mit einem Auto zusammengestoßen. Er starb noch an der Unfallstelle.
Die 69 Jahre alte Beifahrerin des entgegenkommenden Autos kam schwer verletzt in ein Krankenhaus. Der 70-jährige Fahrer wurde leicht verletzt. Warum der 25-Jährige am Samstagnachmittag bei Pfronstetten in den Gegenverkehr kam, ist bislang unklar.
Tödlicher Unfall eines Motorradfahrers auch im Schwarzwald
Auf der B315 bei Lenzkirch im Schwarzwald (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) hat es am Samstag ebenfalls einen tödlichen Unfall gegeben. Ein 32-jähriger Motorradfahrer aus der Schweiz starb noch an der Unfallstelle, nachdem er laut Polizei in einer Rechtskurve stürzte. Wie es zu dem Unfall kam, ist nach Angaben der Polizei bislang unklar, es seien jedoch keine weiteren Verkehrsteilnehmer beteiligt gewesen.
In Baden-Württemberg verunglücken der Verkehrsunfallstatistik 2025 zufolge zwar immer weniger Motorradfahrer, doch die Folgen werden dramatischer. Auch in der vergangenen Saison ging die Zahl der Unfälle ein weiteres Mal zurück, allerdings starben dieses Mal mehr Bikerinnen und Biker als im Vorjahr. Nach Angaben des Innenministeriums kamen zwischen März und Oktober 2025 67 Männer und Frauen auf ihren Zweirädern ums Leben, das sind 4 mehr als im Jahr zuvor. Zum Vergleich: In der Motorradsaison 2017 starben noch über 100 Menschen. Laut Ministerium nahm die Polizei insgesamt 4.050 Motorradunfälle auf, das sind 3,1 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Auch die Zahl der Verletzten ging zurück: 3.311 Fälle bedeuten ein Minus von 2,5 Prozent. Schwer verletzt wurden 883 Menschen, ein Rückgang um rund 11 Prozent.