Nachdem der Tankrabatt Ende Juni ausgelaufen ist, sind die Benzinpreise deutschlandweit wieder in die Höhe geschossen. Auch in Baden-Württemberg zahlt man an der Tankstelle wieder rund 33 Cent mehr als im Mai und Juni - am 20. Juni kostete ein Liter Super-Benzin durchschnittlich nur 1,83 Euro.
Mittlerweile zahlen Autofahrerinnen und -fahrer für den gleichen Liter am Dienstag um 10 Uhr im Schnitt 2,16 Euro. Der durchschnittliche E10-Preis liegt bei 2,10 Euro und für Diesel zahlt man 2,14 Euro pro Liter. Täglich um 12 Uhr dürfen die Preise zudem erhöht werden, bevor sie den Tag über sinken müssen.
Deutschland EU-weit bei den höchsten Preisen
EU-weit belegt Deutschland laut dem Statistischen Bundesamt mit 2,10 Euro den vierten Platz auf der Liste der Länder mit dem höchsten Preis pro Liter (Stand 13.07.). Dänemark führt mit durchschnittlich 2,37 Euro für den Kraftstoff Eurosuper 95. Danach folgen die Niederlande (2,30 Euro) und Finnland (2,14 Euro).
Nachbarländer zahlen weniger
Das Nachbarland Frankreich liegt nur zwei Plätze hinter Deutschland - berechnet aber mit 1,96 Euro schon 14 Cent weniger. An der Schweizer Grenze zahlt man weniger als in Deutschland - umgerechnet 1,79 Euro für Super 95.
Und auch im nahen Österreich ist das Tanken momentan günstiger - dort zahlen Autofahrerinnen und Autofahrer für Super 95 nur 1,76 Euro. Ein möglicher Grund: Die Spritpreisbremse der Österreicher läuft erst Ende Dezember 2026 aus und statt einmal täglich an jedem Tag der Woche sind Erhöhungen nur montags, mittwochs und freitags jeweils um 12 Uhr erlaubt.
Allerdings sind Spritpreise in anderen EU-Ländern nicht nur in Krisenzeiten billiger als in Deutschland, sondern teils das ganze Jahr über. Ein Grund dafür sind unter anderem die generell unterschiedlich hohen Steuern und Abgaben auf Benzin und Diesel.
ADAC: Erhöhung durch Ölpreis und Sommerferien
Laut ADAC liegt die Ursache für die momentan hohen Spritpreise vor allem im Anstieg des Ölpreises infolge der jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten. So sei der Preis der Sorte Brent binnen einer Woche von rund 75 auf 85 US Dollar je Barrel gestiegen.
Zudem könnte die bevorstehende Reisewelle während der Sommerferien die Preise zusätzlich nach oben treiben. Auch am kommenden Wochenende sei mit starkem Ferienreiseverkehr zu rechnen, so der ADAC.