Die Firma Momenta wurde 2016 in China gegründet und stellt Software für Autos her, es geht dabei auch um Funktionen des autonomen Fahrens. In der chinesischen High-Tech-Metropole Suzhou wird die Software getestet.
Momenta expandiert von China nach Böblingen
Mit Daten aus China kann das Software-Produkt allerdings nicht für Deutschland nutzbar gemacht werden. Zu unterschiedlich sind Straßenverhältnisse und Verkehrsregeln: So darf in China zum Beispiel auf Autobahnen jeder Fahrer auf seiner Spur überholen. In Deutschland gibt es grundsätzlich ein Rechtsfahrgebot, rechts überholen ist aber nicht erlaubt.
Um die chinesische Software für deutsche Verhältnisse zu trainieren, ist das Unternehmen seit 2021 auch in Böblingen zu finden. Auch hier werden Probefahrten absolviert, inmitten des deutschen Straßenverkehrs. Künstliche Intelligenz (KI) wertet die Daten aus.
Es geht um tausende Fahrsituationen, wie sie jeden Tag entstehen. Deutschland und vor allem auch Baden-Württemberg ist als Fahrzeugentwicklungsland ein hoch attraktiver Standort.
Autobauer wie Mercedes und Audi investieren in Momenta
Mercedes, Bosch und auch Toyota haben in Momenta investiert. Möglicherweise, weil die Chinesen mit ihrer Entwicklung schneller sind als viele Konkurrenten.
Auch Momenta-Mitarbeiterin Yijing Xia empfindet das so. Sie hat in Karlsruhe Informationstechnik studiert und arbeitet in Böblingen. Das Tempo in Deutschland sei langsamer als in China, sagt sie.
Momenta setzt an zum großen Sprung über die Kontinente, auch im Bereich automatisiertes Fahren. Nach Angaben des Vorsitzenden von Momenta in Böblingen, Gerhard Steiger, ist von dem Unternehmen einiges zu erwarten.
Es sei in China heute schon sehr gut vertreten und statte dort im Moment über 130 unterschiedliche Fahrzeug-Modelle mit Software aus.