Zwei Mitarbeiter des Landeskriminalamts Baden-Württemberg (LKA) sollen sich strafbar gemacht haben. Sie stehen im Fokus der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Stuttgart. Nach Angaben einer Behördensprecherin lautet der Vorwurf: Betrug. Die Staatsanwaltschaft bestätigte am Dienstag auf SWR-Nachfrage, dass es wegen des Verdachts bereits vor einigen Tagen Durchsuchungen gegeben hätte. Im Rahmen der Ermittlungen durchsuchten Beamte demnach das Landeskriminalamt in Stuttgart.
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Nach Informationen der "Stuttgarter Zeitung" sollen Zulagen gewährt worden sein, ohne dass die Voraussetzungen dafür vorgelegen hätten. Zur Höhe des möglichen Schadens erhielt die Zeitung vorerst keine Antwort. Demnach soll einer der beschuldigten Mitarbeiter LKA-intern gerade vor einem Karrieresprung gestanden haben. Wegen einer Klage eines Konkurrenten wurde das Verfahren vorerst gestoppt. Der betroffene Mitarbeiter soll bis zur Klärung der Vorwürfe an einer Dienststelle fernab von Stuttgart eingesetzt sein.
Ein Sprecher des baden-württembergischen Innenministeriums erklärte, dass ein Hinweis über ein mögliches straf- oder dienstrechtlich relevantes Verhalten eines LKA-Mitarbeiters eingegangen sei. Nach einer Prüfung sei dieser Hinweis zeitnah an die Staatsanwaltschaft Stuttgart weitergeleitet worden. Seither wird gegen die beiden Beschäftigten des Landeskriminalamts ermittelt. Wie die Stuttgarter Zeitung weiter schreibt, ermittelt jetzt das Polizeipräsidium Konstanz - dazu zähle auch die Kriminalpolizei Rottweil.