An diesem Wochenende findet im Südgarten des Blühenden Barocks in Ludwigsburg die 20. Kürbis-Regatta statt. Dabei treten mehr als 100 Personen in ausgehöhlten Kürbissen gegeneinander an. Nicht alle blieben trocken.
Paula kniet zum ersten Mal in einem ausgehöhlten Kürbis
Paula startete mit einem Handicap. Weil sie zu lange einen Parkplatz gesucht hatte, konnte die DASDING-Reporterin nicht beim Probetraining dabei sein. So war der erste Kontakt mit dem ausgehöhlten Kürbis auch ihr entscheidendes Rennen. "Das war ganz schön wacklig", erzählt sie. "Da musste ich mich erst einmal dran gewöhnen."
Doch Paula weiß, worauf es ankommt. "Ich habe geschaut, wie die anderen es machen." Entsprechend hat sie sich barfuß in den Kürbis gekniet und sich dann nach vorne gelehnt. Und dann zwei Minuten und eine Sekunde alles gegeben und ist einmal im Halbkreis über den See vor dem Residenzschloss gefahren. "Das ging total schnell vorbei", sagt sie im Nachhinein.
Gegnerin kentert: Rettungsschwimmer begleiten den Wettbewerb
Trotzdem war die 24-jährige Paula danach völlig außer Atem - wegen der Aufregung und auch wegen der Anstrengung. Aber sie hatte gute Unterstützung. Wildfremde Leute haben ihr zugejubelt und immer wieder gerufen: "Paula, du schaffst es." Sicherheit gaben ihr auch die Männer und Frauen von der DLRG. Die Rettungsschwimmer wateten durch das hüfthohe Wasser, hätten sie - im Falle eines Kenterns - sofort retten können.
Doch Paula kam trocken an. Anders ihre Gegnerin. Diese ist gekentert, war schon im Wasser als Paula glücklich im Ziel ankam. "Ich habe das gar nicht richtig mitbekommen. Ich war so konzentriert, voll im Tunnel", erzählt Paula. "Aber nachher haben wir uns abgeklatscht. Das Ganze ist ja weniger verbissener Wettkampf, eher viel Spaß und gute Laune."
Kürbis-Regatta in Ludwigsburg: Es geht vor allem um den Spaß
Als Paula aussteigt, sind ihre Beine voll von "Kürbis-Schmiere". "Die Kürbisse sind schon ziemlich glitschig", sagt sie. "Und wackeliger als Stand-up Paddling." Das Rennen hat Paula gewonnen. Doch für die "Finals" am Sonntag reicht ihre Zeit nicht. Paula ist es egal: "Ich habe mitgemacht und bin nicht gekentert."