Teils gefälschte Ware

Hauptzollamt Stuttgart beschlagnahmt 35.000 Sonnenbrillen und Uhren aus China

Die Ware aus China hatte offenbar ein Unternehmen aus der Region Stuttgart bestellt. Die Brillen werden nun vernichtet. Was mit den Kinder-Armbanduhren geschieht, ist noch unklar.

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Von Autor/in Thomas Fritzmann

Das Hauptzollamt Stuttgart hat rund 7.400 Sonnenbrillen und 28.400 Kinder-Armbanduhren beschlagnahmt. Das teilte der Zoll am Dienstagabend mit. Die Ware sei jedoch bereits Ende Februar gefunden worden.

Sonnenbrillen werden vom Zoll zerstört

Laut dem Zoll hatte ein Unternehmen aus der Region Stuttgart die Brillen und Uhren bestellt. Die angegebenen Kosten für die Sonnenbrillen seien für die Marken, die darauf abgebildet waren, jedoch deutlich zu gering gewesen. Eine erste Anfrage bei zugehörigen Markeninhabern habe ergeben, dass es sich um Fälschungen handelte. Sie wurden zerstört.

Bei den Kinder-Armbanduhren handelte es sich laut dem Zoll um sogenannte "Smartwatches". Sie müssen offenbar nicht zerstört werden. "Die Uhren entsprechen nicht den europäischen Vorgaben", erklärte ein Sprecher des Zolls im SWR-Interview. "Das bedeutet zwar, dass sie nicht eingeführt werden dürfen, im Gegensatz zur gefälschten Ware müssen die Uhren allerdings nicht vernichtet werden. Hier kann das Unternehmen entscheiden, ob wir sie vernichten sollen oder ob sie nach China zurückgeschickt werden sollen."

Das konfisziert der Zoll am Flughafen Stuttgart

Immer wieder entdeckt der Zoll am Stuttgarter Flughafen gefälschte Artikel. Meistens handle es sich um Handtaschen, Schuhe und Kleidung, teilte ein Sprecher dem SWR auf Anfrage mit. Oft komme die Ware aus der Türkei oder aus China. Auch Spielzeug-Autos, KfZ-Teile oder eine gefälschte Gitarre gehören zu den beschlagnahmten Produkten. Das möglicherweise skurrilste Stück sei ein gefälschter Fußball-WM-Pokal, der seit seiner Beschlagnahmung am Flughafen ausgestellt ist.

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Thomas Fritzmann