Ein 80. Geburtstag auf dem Stuttgarter Fernsehturm, dann bricht eine der geladenen Gäste zusammen - ein Mord, doch wer steckt dahinter? Darum geht es im neuesten Tatort "Mord im Turm" aus Stuttgart, der in dieser Woche auf dem Stuttgarter Fernsehturm abgedreht wird. Seit vier Wochen ist das Wahrzeichen der Landeshauptstadt deshalb ein "Tatort"-Filmset.
Wer stört das Feierabendbier auf der Aussichtsplattform?
Allzu viel wird über die Handlung noch nicht verraten. Nur so viel: Die Kommissare Thorsten Lannert (gespielt von Richy Müller) und Sebastian Bootz (Felix Klare) wollen auf dem Fernsehturm ein Feierabendbier genießen. Doch das Restaurant ist geschlossen. Ein Weingutbesitzer feiert dort seinen 80. Geburtstag. Die Kommissare genießen stattdessen den Ausblick auf der Aussichtsplattform. Doch dann stolpert eine Frau keuchend die Treppen hoch und bricht tot zusammen. Sie war Teil der Geburtstagsgesellschaft. Vom Feierabendmodus wechseln die Kommissare in den Arbeitsmodus.
"Dann sagen wir, wir müssen das jetzt sofort aufklären", verrät Schauspieler Felix Klare. "Deswegen sperren wir den Turm und versuchen das mehr oder weniger in ein paar Stunden hinzukriegen." Doch der Fernsehturm hält die ein oder andere Überraschung bereit. Plötzlich fallen die Aufzüge aus und ein wichtiges Beweismittel könnte sich aber schon unten am Fuß des Turms befinden. Die Kommissare müssen die Treppe nehmen.
Ich genieße den Dreh hier schon. Es ist jeden Tag ein bisschen anderes Wetter und ein anderer Blick.
Drehen auf engem Raum: "Das ist eine Herausforderung"
Das Problem beim Filmdreh: Das Treppenhaus - auch Stiegenhaus genannt - ist sehr eng, erklärt Kameramann Andreas Schäfauer: "Da muss das ganze Team untergebracht werden: Schauspieler, Maske, Garderobe, Aufnahmeleiter und so weiter." Doch nicht nur das, für ihn ist auch die Architektur herausfordernd: "Wie kriege ich das gut ins Bild, damit diese Steilheit und diese Höhe des Turms da auch gut rüberkommen eigentlich. Das ist natürlich eine Herausforderung."
Auch wegen dieser Herausforderungen würden ihm Tatort-Produktionen immer besonders viel Spaß machen. Denn auch oben auf dem Fernsehturm muss Schäfauer genau schauen, wo er in den engen Räumen die Kamera positioniert um die richtigen Bilder zu bekommen. Und: "Wenn der eine Take dann in der Sonne stattfindet, der nächste dann draußen Wolken sind oder es sogar regnet, dann müssen wir das wiederholen." Doch man habe Glück gehabt mit dem Wetter. Es habe alles funktioniert.
Warum der Fernsehturm und wer hat gemordet?
Das Drehbuch geschrieben hat Adrian Goiginger. Er führt auch Regie beim Tatort. "Es ist eine klassische 'Wer-ist-es-gewesen'-Erzählung", sagt er. "Wie bei Agatha Christie." Ein Kammerspiel - hoch oben in den Wolken. "Ich wollte unbedingt einen Film machen, der an einem Ort spielt", sagt Goiginger. Dann habe er sich den Fernsehturm angeschaut und war begeistert.
"Hier gibt es alles, wir haben die Plattform oben, wir haben Schächte, das Panoramacafé." Doch wer ist oder sind die Täter? "Das wird natürlich noch nicht verraten", sagt er und lacht. Nur so viel: Es geht um eine verzwickte Familiengeschichte. "Und es gibt sogar Verbindungen zu dem Besuch der Queen 1965."
Tatort "Mord im Turm": Sendetermin 2028
Insgesamt 23 Drehtage werden für den Tatort "Mord im Turm" benötigt. Alleine 19 davon fanden komplett im und am Fernsehturm statt. Am Mittwoch soll dann Drehschluss sein. Doch die Zuschauerinnen und Zuschauer müssen sich noch etwas gedulden. 2028 soll der Tatort dann im Ersten ausgestrahlt werden.