Der mutmaßliche Tatverdächtige, den die Polizei am Freitagmittag in Nürtingen (Kreis Esslingen) nach Angriffen auf Frauen festgenommen hat, ist mittlerweile in Untersuchungshaft. Dies teilte die Polizei am Samstag mit.
Ihm wird zur Last gelegt, eine 13-Jährige sexuell missbraucht und eine 57-jährige Frau mutmaßlich in sexueller Absicht attackiert zu haben. Beide Fälle ereigneten sich ebenfalls in Nürtingen, am Mittwoch und am Donnerstag. Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich laut Polizei um einen 18-Jährigen ohne festen Wohnsitz. Mit ihm war am Freitag ein Begleiter vorläufig festgenommen worden. Hinweise auf eine Tatbeteiligung lägen nicht vor, sodass dieser Mann wieder auf freien Fuß gesetzt wurde, so die Polizei.
Tatverdacht nach DNA-Abgleich erhärtet
Bei seiner Festnahme habe der 18-Jährige Widerstand geleistet. Die weiteren Ermittlungen hätten dann den Tatverdacht erhärtet, heißt es weiter. "So ergab die molekulargenetische Untersuchung von gesicherten Spuren eine Übereinstimmung mit der DNA des 18-Jährigen", heißt es in einer Mitteilung am Samstag. Der junge Mann wurde in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.
Tatverdächtiger soll weitere Frauen belästigt haben
Laut Polizei steht der Tatverdächtige außerdem unter Verdacht, noch zwei weitere Frauen belästigt zu haben. Diese hatten sich bei der Polizei gemeldet, nachdem der Missbrauch und der Übergriff auf die 57-Jährige öffentlich wurden. So habe eine 47-Jährige der Polizei einen ähnlichen Vorfall geschildert. Eine 35-Jährige habe online Anzeige erstattet, weil ein Radfahrer sie im Vorbeifahren unsittlich berührt habe. Auch diese beiden Taten rechne die Polizei dem Angreifer zu.
Opfer wurden auf einem Feldweg angegriffen
Polizei und Staatsanwaltschaft hatten am Donnerstag mitgeteilt, dass ein bis dahin Unbekannter die 13-Jährige auf einem Feldweg attackiert und dann auf einer Wiese sexuell missbraucht habe. Einen Tag später sei eine 57 Jahre alte Frau auf demselben Feldweg von einem Mann wohl in sexuell motivierter Absicht vom Fahrrad gezogen worden. Da eine Passantin sich auf dem Feldweg näherte, ließ der Tatverdächtige von der Frau ab und flüchtete. Die Polizei hatte daraufhin eine Ermittlungsgruppe mit 25 Beamten eingerichtet und eine Großfahndung eingeleitet. Unter anderem waren ein Hubschrauber und verdeckte Ermittler beteiligt.