Einsatzfahrzeuge und Feuerwehrboot brennen aus

Hoher Schaden bei Brand in Unterensinger Feuerwehrhaus: Feuer flammte am Dienstag wieder auf

Fahrzeuge, Gerätschaften, Einsatzkleidung - der Schaden nach dem Brand im Feuerwehrhaus in Unterensingen geht in die Millionen. Am Dienstag sind plötzlich erneute Flammen zu sehen.

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Bei dem Brand bei der Feuerwehr in Unterensingen (Kreis Esslingen) am Montagabend ist ein Schaden von etwa zehn Millionen Euro entstanden. Vier Fahrzeuge, ein Feuerwehrboot, ein Gabelstapler, das komplette Inventar und mehrere Gerätschaften wurden laut Polizei zerstört. Das Gebäude sei laut Polizei erheblich beschädigt worden.

Am Tag nach dem Großbrand gab es einen weiteren Einsatz am Brandort. Gegen Mittag kam es im Dachbereich des ausgebrannten Feuerwehrhauses erneut zu einer Rauchentwicklung. Ein Löschzug aus Wendlingen rückte an und führte Nachlöscharbeiten durch. Später hieß es dann endgültig: Das Feuer ist aus.

In einer Mitteilung teilte das Landratsamt Esslingen am Dienstagabend mit, dass in der ganzen Nacht zum Dienstag eine Brandwache vor Ort gewesen war und die Einsatzstelle gegen 6 Uhr an die Polizei übergeben wurde. "Auch nach einem vermeintlichen 'Feuer aus' sind Nachkontrollen und konsequentes Vorgehen entscheidend, um ein größeres Wiederaufflammen zu verhindern", so der Sprecher der Feuerwehren im Landkreis Esslingen Carsten Zander.

Am Montagabend: Passanten meldeten Rauchentwicklung

Gegen 18:30 Uhr am Montag sollen Passanten eine starke Rauchentwicklung in der Kelterstraße gemeldet haben. Zudem meldete ein Brandmelder ein Feuer im Feuerwehrhaus. Als die Einsatzkräfte eintrafen, brannten bereits der Geräteraum sowie die Fahrzeughalle, starker Rauch entwickelte sich um das Gebäude. Anwohner wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Das ausgebrannte Feuerwehrhaus in Unterensingen im Kreis Esslingen. Eine Drehleiter ist bei Nachlöscharbeiten im Einsatz, aus dem stark beschädigten Gebäude steigt noch Rauch auf.
Vom Feuerwehrhaus in Unterensingen ist nach dem Großbrand kaum noch etwas übrig. Auch am Tag danach sind Einsatzkräfte wegen neuer Rauchentwicklung vor Ort. Bernice Tshimanga

Brand im Feuerwehrgerätehaus in Unterensingen: Brandursache bislang unklar

Die 140 Einsatzkräfte, die mit 22 Fahrzeugen ausgerückt waren, konnten den Brand bis 19:45 Uhr unter Kontrolle bringen. Dafür musste das Dach geöffnet werden, um eine gezielte Brandbekämpfung zu ermöglichen, so die Feuerwehr. Es gab keine Verletzten. Zur Brandursache machte die Polizei zunächst keine Angaben.

Feuerwehrleute stehen vor dem brennenden Gerätehaus der Feuerwehr Unterensingen.
Zehn Millionen Euro Schaden sind bei einem Brand im Gerätehaus entstanden. picture alliance/dpa/SDMG | -

Teile des Dachs waren einsturzgefährdet

Da Teile der Dachkonstruktion des Gerätehauses einsturzgefährdet waren, musste sie noch in der Nacht mit Hilfe eines Baggers abgetragen werden. Um an genügend Löschwasser zu kommen, wurden mehrere Schläuche über die Kreisstraße 1219 an den angrenzenden Neckar gelegt und die Fahrbahn voll gesperrt.

Ich saß heute früh im Auto. Ich konnte mir die eine oder andere Träne nicht verdrücken.

Als Bürgermeister Robin Lars Schmitt (parteilos) von dem Brand erfuhr, dachte er zuerst: "Das kann nicht sein. Das muss eine Übung sein." Umso schockierender sei es gewesen, zu erfahren, dass das Feuerwehrhaus komplett in Flammen stand, so der Bürgermeister am Dienstagmorgen im Gespräch mit dem SWR.

Das abgebrannte Feuerwehrhaus war 2001 eingeweiht und 2018 erweitert worden. "Bis auf ein paar Jacken und Ausrüstung konnte man nichts mehr retten", so der Rathaus-Chef. Eines der zerstörten Fahrzeuge war erst vor einem dreiviertel Jahr angeschafft worden. Wie es weitergeht, soll jetzt mit dem Landrat, dem Kreisbrandmeister und weiteren Verantwortlichen in Unterensingen besprochen werden. Es gebe viel Hilfsbereitschaft und Solidarität - unter anderem könnte eine leer stehende Halle im Gewerbegebiet als Übergangsfeuerwehrhaus dienen.

Bereits Anfang des Jahres hatte es in einem Feuerwehrhaus in Baden-Württemberg gebrannt. Das Feuer bei der Wehr in Rosenfeld-Brittheim (Zollernalbkreis) im Januar verlief aber vergleichsweise glimpflich.

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SWR

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