Der Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg, der im Stuttgarter Stadtteil Weilimdorf gefunden worden war, konnte am Sonntagmittag erfolgreich entschärft werden. Gegen 13:15 Uhr meldete der Kampfmittelbeseitigungsdienst Vollzug. Evakuierung und Entschärfung erfolgten ohne Zwischenfälle oder Probleme, sagte ein Polizei-Sprecher.
Evakuierung ging zügig voran
Seit 9 Uhr waren im Stuttgarter Stadtteil Weilimdorf 3.200 Menschen aufgerufen, ihre Wohnungen zu verlassen. Die Evakuierung ging zügig voran und konnte gegen 11:30 Uhr abgeschlossen werden. Bereits um 10 Uhr hatten etwa 80 Prozent der Menschen ihre Wohnungen verlassen. Zudem wurden kranke oder gehbehinderte Menschen von den Behörden aus dem Sperrgebiet transportiert. Sie hatten sich dazu zuvor bei der Stadt melden können.
Auch die Bundesstraße 295 ist wegen der Bombe gesperrt
Der Blindgänger wiegt rund 240 Kilogramm. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst hatte ihn im Lindental, also im östlichen Teil von Weilimdorf, bei Sondierungsarbeiten auf dem Gelände des evangelischen Waldheims entdeckt. Ebenfalls seit 9 Uhr war der Sicherheitsbereich abgesperrt gewesen, auch die Bundesstraße 295 wurde gesperrt.
Stuttgart-Weilimdorf: Notunterkunft in Schule eingerichtet
Wie lange eine Entschärfung dauert und ob es direkt klappt, hänge von Bauart und Zustand des Sprengkörpers ab, so die Experten. Für Anwohnerinnen und Anwohner, die währenddessen nicht wussten, wo sie unterkommen sollen, stand für den Zeitraum die Sporthalle der Wolfbusch-Schule zur Verfügung, so die Stadt. Etwa 60 Menschen hatten das Angebot wahrgenommen und sich in der Sporthalle eingefunden.