Tausende Jobs sollen wegfallen

"Zukunftspaket" bei Porsche: Wie hart trifft der Umbau die Belegschaft?

Porsche stellt am Montag das sogenannte "Zukunftspaket" vor. Auf der Betriebsversammlung geht es um Stellenabbau, Standortgarantien und neue Regeln für Arbeitszeit und Homeoffice.

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Von Autor/in Lutz Heyser

Beim Stuttgarter Sportwagenbauer Porsche kommen am Montag um die Mittagszeit die Beschäftigten im Stammwerk Zuffenhausen zu einer Betriebsversammlung zusammen. Unternehmensleitung und Betriebsrat wollen dort erstmals Details des sogenannten "Zukunftspakets" vorstellen, mit dem der Autobauer seinen laufenden Umbau absichern will.

Die Betriebsversammlung vor der Sommerpause gehört eigentlich zu den festen Terminen im Kalender der Porsche-Belegschaft vor der Produktionspause im August. In diesem Jahr ist die Lage allerdings eine andere: Porsche steckt weiter mitten in einem tiefgreifenden Umbau, der den Konzern langfristig wettbewerbsfähig halten soll.

Schwache Geschäfte, Gewinneinbruch, Umbau

Hintergrund sind schwache Geschäfte - vor allem in China. Der Sportwagenbauer arbeitet deshalb an einer umfassenden Neuaufstellung. Die am Freitag veröffentlichten Halbjahreszahlen des Volkswagen-Konzerns, zu dem Porsche gehört, zeigen zwar erste Erfolge des laufenden Umbaus.

Dennoch ist bei Porsche der Sanierungskurs noch lange nicht abgeschlossen. Mit dem "Zukunftspaket" wollen Unternehmensführung und Arbeitnehmervertreter nun die Grundlage für die nächsten Jahre legen und die Wettbewerbsfähigkeit des Sportwagenbauers sichern.

Zukunftspaket: möglicher Stellenabbau und Standortgarantie

Nach bisherigen Informationen könnten im Zuge des Zukunftspakets mehrere tausend Stellen wegfallen. Medienberichte nennen unterschiedliche Größenordnungen, Porsche selbst bestätigt bislang aber keine konkrete Zahl. Klar ist: Der Umbau wird spürbare Folgen für die Belegschaft haben.

Betroffen wäre nach bisherigen Informationen vor allem der Entwicklungsbereich am Standort Weissach. Dort sitzt ein Kernbereich der Forschung und Entwicklung, der für die künftige Modellpalette und neue Technologien des Herstellers wichtig ist.

Beschäftigungssicherung und neue Arbeitszeit-Regeln

Im Gegenzug soll die Beschäftigungssicherung für die deutschen Standorte um fünf Jahre bis Ende 2035 verlängert werden. Damit würde Porsche den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an den Standorten wie Zuffenhausen und Weissach langfristige Perspektiven bieten, auch wenn Strukturen verschlankt werden.

Zudem geht es in dem Paket um Änderungen bei Arbeitszeit- und Homeoffice-Regelungen. Hier wollen Unternehmensleitung und Betriebsrat neue Rahmenbedingungen festlegen, die sowohl den wirtschaftlichen Anforderungen als auch den Interessen der Beschäftigten Rechnung tragen sollen. Konkrete Details dazu werden auf der Betriebsversammlung erwartet.

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Andreas Reinhardt
Bild von Wirtschaftsredakteur Andreas Reinhardt

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