Anzeigen wegen Körperverletzung und Leistungserschleichung

Mann schlägt Zugbegleiterinnen am Bahnhof Neu-Edingen bei Mannheim

Am Bahnhof Neu-Edingen/Mannheim-Friedrichsfeld hat ein Mann zwei Zugbegleiterinnen eines Flixtrain-Zuges ins Gesicht geschlagen. Zugführer und Bundespolizei mussten einschreiten.

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Stand

Ein 25 Jahre alter Mann hat laut Bundespolizei am Mittwoch zwei Flixtrain-Zugbegleiterinnen mehrfach ins Gesicht geschhlagen. Wie eine Bundespolizei-Sprecherin dem SWR mitteilte, sei der Mann in Stuttgart in den Flixtrain-Zug eingestiegen, ohne gültiges Ticket. Wohin er reisen wollte, ist unklar. Als zwei Zugbegleiterinnen ihn im Zug kontrollierten und feststellten, dass er kein Ticket vorzeigen konnte, sei der Mann des Zuges verwiesen worden.

Angriff am Bahnhof: Zugbegleiterinnen ins Gesicht geschlagen

Doch der Mann wehrte sich laut der Sprecherin dagegen. Am Bahnhof Neu-Edingen/ Mannheim-Friedrichsfeld habe der Mann dann die beiden Zugbegleiterinnen (54 und 41 Jahre alt) mehrfach "mit der flachen Hand ins Gesicht geschlagen". Die beiden Frauen erlitten leichte Verletzungen. Den Angaben zufolge hatte der Lokomotivführer den Angriff auf die Frauen beobachtet. Er schritt ein und hielt den Mann bis zum Eintreffen der Bundespolizei fest. Laut Bundespolizei erwarten den Mann jetzt Strafanzeigen wegen Körperverletzung und Leistungserschleichung.

Weiterer Angriff auf Zugbegleiterin bei Weinheim

Bereits am 15. Mai hatte der SWR über einen weiteren Angriff auf eine Zugbegleiterin in Höhe des Bahnhofs Weinheim (Rhein-Neckar-Kreis) berichtet. Demnach soll ein 34-jähriger Mann in einem Regionalzug von Mannheim nach Frankfurt verbotenerweise eine Zigarette geraucht haben. Die Zugbegleiterin hatte den Mann darauf angesprochen und ihn aufgefordert, auszusteigen. Daraufhin, so die Bundespolizei, habe der Mann ihr unvermittelt mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Die Frau erlitt eine Platzwunde am Auge und musste ins Krankenhaus. Der Tatverdächtige wurde festgenommen.

Tödlicher Angriff auf Zugbegleiter im Februar

Anfang Februar war der Zugbegleiter Serkan Çalar in Rheinland-Pfalz in einem Regionalexpress von einem Fahrgast angegriffen und tödlich verletzt worden. Wegen des Verdachts des Totschlags sitzt ein Mann in Untersuchungshaft. Er soll den 36 Jahre alten Zugbegleiter am 2. Februar bei einer Ticketkontrolle in der Westpfalz so schwer mit Faustschlägen gegen den Kopf attackiert haben, dass dieser später an einer Hirnblutung starb. Der damals 26-Jährige hatte keinen Fahrschein und sollte des Zuges verwiesen werden – daraufhin kam es laut Polizei zum Angriff. Der Zug war von Landstuhl im Kreis Kaiserslautern nach Homburg im Saarland unterwegs gewesen.

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Wolfgang Kessel
Wolfgang Kessel, Redakteur beim SWR in Mannheim

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