Im Juni vergangenen Jahres hatte die Evangelische Stadtmission Heidelberg das insolvente St. Vincentius-Krankenhaus geschlossen und mit dem Krankenhaus Salem fusioniert. Seit dem stand die Immobilie leer. Jetzt hat die Stadtmission einen Käufer gefunden: Das Universitätsklinikum Heidelberg. Der Kaufvertrag sei unterschrieben, teilten beide gemeinsam mit.
Gebäude wird weiter als Krankenhaus genutzt
Das Uniklinikum Heidelberg will das Gebäude in der Heidelberger Altstadt nach eigenen Angaben weiter als Krankenhaus nutzen. Damit werde die medizinische Tradition des Standorts fortgeführt, teilte die Stadtmission mit.
Das Gebäude St. Vincentius ist für die Stadt Heidelberg, die Bevölkerung und den Medizinstandort Heidelberg von besonderer Bedeutung.
In dem Gebäude des früheren St. Vincentius-Krankenhauses soll laut Uniklinikum ein Teil des Zentrums für Psychosoziale Medizin unterkommen, der sich bisher im Stadtteil Bergheim befindet. Die frei werdenden Räumlichkeiten in Bergheim sollen dann modernisiert werden.
Krankenhäuser waren fusioniert worden
Die Stadtmission hatte Ende 2023 für die beiden Krankenhäuser St. Vincentius und Salem Insolvenz angemeldet und diese dann 2024 im Gebäude des Salem im Stadtteil Handschuhsheim zusammengelegt. Grund für die Insolvenz waren laut Stadtmission unter anderem die höheren Energie- und Sachkosten, steigende Kosten für Investitionsmaßnahmen und der Fachkräftemangel gewesen. Beide Krankenhäuser waren bzw. sind akademisches Lehrkrankenhaus des Universitätsklinikums Heidelberg.