Größte kommunale Rad- und Fußverkehrs-Maßnahme im Land

Einweihung in Heidelberg: Rad-und Fußwegbrücke für über 20 Millionen Euro

In Heidelberg ist eine neue Rad- und Fußwegbrücke eingeweiht worden. Die Da-Vinci-Brücke hat mehr als 20 Millionen Euro gekostet. Zwei Drittel davon hat das Land bezahlt.

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Von Autor/in Monika Regelin

Die neue Da-Vinci-Brücke verbindet die Heidelberger Stadtteile Bahnstadt und Bergheim und ist die bisher größte kommunale Rad- und Fußverkehrsinfrastrukturmaßnahme in Baden-Württemberg. Am Donnerstag wurde sie offiziell eingeweiht. Sie führt vom Luxor-Kino über die Bahngleise hinweg zur Ochsenkopfwiese und bildet nach Angaben der Stadt einen wichtigen Baustein im Heidelberger Radwegenetz und für den geplanten überregionalen Radschnellweg. Laut Heidelbergs Oberbürgermeister Eckart Würzner (parteilos) werden täglich etwa 13.000 Radler die Brücke nutzen.

Da-Vinci-Brücke in Heidelberg kostet über 20 Millionen Euro

Die neue Rad- und Fußwegbrücke hat über 20 Millionen Euro gekostet. Zwei Drittel davon hat das Verkehrsministerium des Landes Baden-Württemberg übernommen, um den Ausbau der Radwege zu fördern. Den Rest hat die Stadt über das Treuhandvermögen der Bahnstadt finanziert. Die Bauzeit betrug zwei Jahre.

Offizielle Einweihung der Da-Vinci-Brücke in Heidelberg am Donnerstag: Viele Menschen schneiden das Band durch
Offizielle Einweihung der Da-Vinci-Brücke in Heidelberg am Donnerstag

Stadt Heidelberg: Wichtiger Baustein der Nord-Süd-Achse für Radverkehr

Die Brücke ist laut Stadt ein wichtiger erster Baustein der neuen Nord-Süd-Achse im Radwegenetz in Heidelberg. Derzeit laufen die Planungen, sie durch eine weitere autofreie Brücke zu ergänzen, die über den Neckar führen soll. Dadurch soll eine schnelle klimafreundliche Verbindung aus dem Süden zum Neuenheimer Feld mit vielen Kliniken und Universitätseinrichtungen geschaffen werden. Die Kosten dafür werden auf weitere 44 Millionen Euro beziffert, Baubeginn soll laut Stadt 2030 sein. Der Gemeinderat muss das Projekt aber noch genehmigen.

Heidelberger Fahrradverbände: Da-Vinci-Brücke nicht angebunden

Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) Heidelberg und die Vereinigung "Radentscheid Heidelberg" erklärten auf SWR-Anfrage, man freue sich über die Da-Vinci-Brücke, sie sei aber "derzeit für den Fahrradverkehr weitgehend unbrauchbar, da sie nicht angebunden" sei. Solange die geplante Neckarbrücke nicht fertiggestellt sei, landeten die Fahrradfahrer entweder am Bahnhof oder auf der Bergheimer Straße, die noch nicht einmal einen Fahrradweg habe, so Dieter Jakob vom Heidelberger Radentscheid. Zugleich fürchten die Fahrradverbände, dass sich die Fertigstellung der geplanten zweiten Fahrradbrücke über den Neckar aufgrund der schwierigen Haushaltslage weiter verzögern könnte. Weil das Projekt so teuer sei, befürchte man außerdem, dass das Geld für andere wichtige Maßnahmen für den Fahrradverkehr fehle. Vor allem die Unfallschwerpunkte wie zum Beispiel die Mittermaierstraße müssten dringend angegangen werden, so Burkhard Maaß vom Heidelberger ADFC.

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