- Mehrere Lawinenabgänge in Vorarlberg
- Lawinengefahr in den Alpen: Diese Warnstufen gibt es
- Bergwacht warnt: Lawinengefahr im Schwarzwald
- Wie können sich Wintersportler schützen?
Mehrere Lawinenabgänge in Vorarlberg
Nach mehreren Lawinenabgängen am Wochenende besteht auch Anfang der Woche unter anderem in Vorarlberg (Österreich) abseits der Pisten weiterhin große Lawinengefahr. Oberhalb von Zürs kam es am Samstag zu einem Lawinenabgang, bei dem zwei deutsche Skifahrer verletzt wurden. Die Männer waren abseits der Pisten unterwegs, als sich ein Schneebrett löste und sie rund 50 Meter mitriss.
Auch im Kleinwalsertal ereignete sich am Wochenende ein weiterer Vorfall, bei dem jedoch niemand verletzt wurde. Ein Vater und sein 13-jähriger Sohn hatten laut Polizei ein Schneebrett abseits der Piste ausgelöst, wurden dabei aber nicht erfasst. In beiden Fällen galt in den betroffenen Gebieten die Lawinenwarnstufe vier.
Lawinengefahr in den Alpen Hohe Lawinenwarnstufe: Mehrere Abgänge in Vorarlberg und der Ostschweiz
Mehrere Lawinenabgänge am Wochenende zeigen die große Gefahr in den Bergen. Zwei Menschen wurden verletzt. Polizei und Rettung warnen eindringlich vor Fahrten abseits der Piste.
Bei Lawinenabgängen in den Alpen kamen schon mehrere Menschen ums Leben. Am Dienstag wurde ein 12-Jähriger am Kreuzkogel bei Bad Gastein (Österreich) abseits der Piste von einem Schneebrett erfasst und begraben. Für ihn kam laut Bergwacht jede Hilfe zu spät. Bei einem Lawinenunglück im Wallis starb der Schweizer Snowboard-Olympiamedaillengewinner Ueli Kestenholz. Den Tod des 50-Jährigen bestätigte der Skiverband Swiss-Ski am Dienstag, nachdem die Kantonspolizei Wallis bereits am Sonntag ohne namentliche Angaben über einen mitgerissenen Snowboarder informiert hatte.
Lawinengefahr in den Alpen: Diese Warnstufen gibt es
In Europa gilt eine einheitliche Lawinengefahrenskala mit fünf Warnstufen. Diese reichen von Stufe 1 (gering) bis Stufe 5 (sehr groß). Bei Stufe 1 ist die Schneedecke allgemein stabil, Lawinen sind kaum zu erwarten. Ab Stufe 3 (erheblich) steigt das Risiko jedoch deutlich. Stufe 4 (groß) und Stufe 5 (sehr groß) stehen für akute Gefahr, bei der Lawinen spontan abgehen können.
Experten raten dringend, bei hoher Lawinengefahr ausschließlich gesicherte Pisten und Routen zu nutzen und ungesichertes Gelände zu meiden. Auch die Polizei appelliert an Wintersportlerinnen und Wintersportler: Wer abseits der Piste unterwegs ist, soll sich bei einem Lawinenabgang sofort melden. So könnten unnötige Suchaktionen vermieden werden.
Bergwacht warnt: Lawinengefahr im Schwarzwald
Auch im Schwarzwald ist die Lawinengefahr aufgrund des starken Schneefalls und Windes von Sturmtief "Elli" erhöht. Besonders gefährdet sind laut Bergwacht einige Stellen rund um den Feldberg. Dazu gehören der Seebuck-Gipfel mit seiner Wechte in Richtung Feldsee, der Weg vom Feldberg-Gipfel zur Zastler Hütte und die Wechte am Herzogenhorn.
Auch am höchsten Berg des Nordschwarzwalds - der Hornisgrinde (Ortenaukreis) - habe sich die Lawinengefahr erhöht. Einen offiziellen Lawinenlagebericht gibt es für den Schwarzwald aber nicht. Generell sei die Lawinengefahr in der Region nämlich deutlich geringer als andernorts, so die Bergwacht.
Pisten und markierte Wege sind sicher Bergwacht Schwarzwald warnt: Lawinengefahr rund um den Feldberg
Wegen des starken Schneefalls und Windes von Sturmtief "Elli" hat sich im Schwarzwald die Lawinengefahr erhöht. Wo es gefährlich ist und wie der Schneetag trotzdem sicher bleibt.
Wie können sich Wintersportler schützen?
Grundsätzlich rät die Bergwacht dazu, beim Skifahren auf der Piste zu bleiben. Skitourengänger sollten den markierten Routen folgen und sich unbedingt am Tag der Tour über die aktuelle Wetter- und Schneelage informieren. Bei einer Skitour raten Experten von der Bergwacht außerdem dazu, sich mit einem Lawinenverschütteten-Suchgerät (LVS), einer Lawinenschaufel sowie einer Sonde auszustatten. Diese Ausrüstung könne im Ernstfall Leben retten.
Außerdem sollten Wintersportfans auf mögliche Alarmzeichen achten. Das seien beispielsweise laute "Wumm"-Geräusche, plötzliche Risse in der Schneedecke oder kritische Mengen an Neuschnee.