Künstliche Intelligenz führt zu mehr gefälschten E-Mails

Deutlich mehr Cyberangriffe in BW - KI verschärft Bedrohungslage

Laut Cybersicherheitsagentur Baden-Württemberg hat es 2025 mehr Cyberangriffe gegeben. Allein die Anzahl an Fake-Shops habe sich verzehnfacht. Auslöser sei Künstliche Intelligenz.

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Gefälschte E-Mails, Fake-Shops und offengelegte Passwörter: Nach Angaben der Cybersicherheitsagentur Baden-Württemberg (CSBW) hat sich die Bedrohungslage im Internet 2025 durch künstliche Intelligenz (KI) weiter verschärft. In ihrem Jahresbericht warnt die CSBW vor neuen Risiken durch KI und fordert mehr Aufmerksamkeit für Cybersicherheit.

Technische Entwicklungen begünstigen Cyber-Angriffe

Die Agentur sieht vor allem einen Zuwachs im sogenannten Phishing. Cyberkriminelle verschicken dabei täuschend echt aussehenden E-Mails, die Links beinhalten. Darin werden die Empfängerinnen und Empfänger dazu animiert, eine Schadsoftware zu installieren oder Zugangsdaten preiszugeben. Laut CSBW hat sich 2025 die Zahl der Phishing-Angriffe im Vergleich zum Vorjahr verdreifacht.

Auslöser hierfür sei vor allem KI. Nach Einschätzung der Agentur trägt diese dazu bei, dass deutlich mehr Menschen Opfer von Phishing-Mails würden. Mithilfe von KI sähen die Mails etwa qualitativ besser aus und könnten zeitgleich an mehr Menschen verschickt werden. Nach Einschätzung der Behörde ist noch nicht absehbar, wie schnell und umfassend sich KI-Modelle weiterentwickeln werden. "2026 ist diesbezüglich ein Jahr der Weichenstellung", teilte die CSBW mit.

Erhebliche Zuwächse registrierte die Cybersicherheitsagentur auch bei sogenannten Fake-Shops. Hier habe es im vergangenen Jahr ein Plus von 1.230 Prozent gegeben.

Mehr Cybervorfälle bei Kommunen und Unternehmen

Laut CSBW-Präsidentin Nicole Matthöfer ist die Bedrohungslage im Cyberraum für öffentliche Institutionen, Unternehmen und Privatpersonen gestiegen. Die Zahl der Fälle in Landkreisen, Städten und Gemeinden sowie bei Unternehmen in kommunaler Trägerschaft stieg laut Bericht im Vergleich zum Vorjahr um fast 50 Prozent. Auch bei Hochschulen und Universitäten registrierte die Behörde eine enorme Zunahme sicherheitsrelevanter Vorfälle.

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Behörde fordert mehr Sensibilität für Cybersicherheit

Laut CSBW spiegeln die steigenden Zahlen der Angriffe nicht die tatsächliche Bedrohungslage wider. Cybervorfälle ließen sich inzwischen besser erkennen und erfassen. In ihrem Bericht fordert die Behörde ein aufmerksames Auge bei potenztiellen Opfern. "Die Sensibilisierung für die Bedeutung von Cybersicherheit muss auf allen Ebenen, vom Sekretariat bis zur Hausspitze, vom Hausdienst bis zur IT-Abteilung, von der Pforte bis zur Leitungsebene, stattfinden", so die CSBW.

Die Cybersicherheitsagentur Baden-Württemberg unterstützt seit 2022 insbesondere Kommunen und öffentliche Stellen im Kampf gegen Cyberkriminalität.

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SWR

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