Bei Hugo Boss läuft der Konzernumbau: Es wurden beispielsweise die Lagerhaltung und das Modeangebot weiter optimiert, die Zahl der Shops reduziert und Stellen abgebaut. Allerdings werden erste positive Wirkungen der Neuausrichtung überlagert durch die anhaltende Konsumzurückhaltung - vor allem in vielen europäischen Ländern.
Weniger Umsatz und Gewinn vor Steuern
So ging der Umsatz im zweiten Quartal währungsbereinigt um neun Prozent auf rund 900 Millionen Euro zurück. Der Gewinn vor Steuern brach um 28 Prozent auf 59 Millionen Euro ein. Dennoch bestätigte der Modekonzern den Jahresausblick sowie die weitere strategische Neuausrichtung.
Angesichts des schwierigen Marktumfelds will sich das Unternehmen aus dem schwäbischen Metzingen stärker auf die Profitabilität konzentrieren als auf Wachstum.
Hugo Boss lehnt Übernahme weiter ab
Boss-Chef Daniel Grieder erneuerte auch seine Empfehlung an die Hugo-Boss Aktionäre, das Übernahmeangebote des Großaktionärs Frasers nicht anzunehmen. Das Unternehmen hält den gebotenen Preis von 38 Euro pro Aktie für zu niedrig. Das Angebot der Briten läuft noch bis zum 13. August.
An Hugo Boss war Frasers den Angaben der Schwaben zufolge Ende Juli mit gut 38 Prozent direkt beteiligt. Grieder hob am Dienstag die langjährige Partnerschaft und die konstruktive Beziehung hervor. Frasers glaube an die Strategie von Hugo Boss und an das Management, sagte Grieder.