Der Krieg im Nahen Osten hat zunehmend auch Auswirkungen auf den deutschen Blumenmarkt. Vor allem steigende Energie- und Transportkosten sorgen dafür, dass auch der bunte Blumenstrauß kostspieliger wird. Nach Einschätzung von Klaus Götz, dem Vorsitzenden des Landesverbands deutscher Floristen aus Heilbronn, bringt diese Entwicklung viele Betriebe in eine schwierige Lage. Vor allem die hohen Kraftstoffpreise machen sich direkt in der Lieferkette bemerkbar und treiben die Kosten spürbar in die Höhe.
Floristen zeigen sich besorgt um ihre Blumenläden: Bereits jetzt weniger Kundschaft
Der Florist zeigt sich besorgt über diese Entwicklungen: Denn Blumen zählen nicht zu den lebensnotwendigen Gütern. Entsprechend sensibel reagiert die Nachfrage auf Preissteigerungen. "Wir sind kundenabhängig", erklärt Götz. "Wenn der Kunde nicht kommt, haben wir ein ganz, ganz großes Problem." Bleiben Käuferinnen und Käufer aus, hat das für viele Geschäfte unmittelbare wirtschaftliche Folgen.
Nach Angaben des Verbands ist die Kundschaft bereits jetzt zurückhaltender geworden. Viele Menschen überlegen angesichts steigender Lebenshaltungskosten genauer, wofür sie ihr Geld ausgeben. Sollte sich dieser Trend fortsetzen und die Preise für Schnittblumen weiter steigen, könnte sich die Lage für zahlreiche Floristen weiter verschärfen.
Höhere Transportkosten führen zu teureren Preisen
Neben den gestiegenen Transportkosten belasten auch höhere Preise für Dünger und andere Produktionsmittel die Branche. Insgesamt wächst damit die Sorge, dass immer mehr Blumenläden wirtschaftlich unter Druck geraten und um ihre Existenz kämpfen müssen.
Teurer wird so ziemlich alles, was transportiert wird. Denn die Speditionen legen ihre Fahrtkosten auf ihre Kunden um und damit auch die gestiegenen Kosten für Diesel. Festgelegt ist das durch die sogenannte Spritgleitklausel, sagt Roland Rüdinger vom Verband Spedition und Logistik Baden-Württemberg. Er ist gleichzeitig Chef der Rüdinger Spedition in Krautheim im Hohenlohekreis mit mehr als 200 Lastwagen. Durch die aktuellen Entwicklungen und den aktuellen Preisen werde Diesel laut Rüdinger "das neue Gold".