Die Heilbronner Schleuse ist nach einem Schiffsunfall zeitweise gesperrt gewesen. Das teilte die Wasserschutzpolizei Heilbronn am Montag mit. Ein sogenanntes Gütermotorschiff, also ein großes Transportschiff, ist am Sonntagmittag auf dem Neckar mit dem Schleusentor und dem sogenannten Stoßschutz zusammengestoßen.
Seit Montagnachmittag ist die Schleuse wieder frei. Die Wasserschutzpolizei hatte sie getestet. Das Wasser hatte sich ordnungsgemäß abgesenkt. Das Güterschiff, das den Unfall hatte, ist inzwischen auch weg.
Schleusentor muss ausgetauscht werden
Wie es zu dem Unfall kommen konnte, ist noch nicht geklärt. Dazu ermittelt die Wasserschutzpolizei. "Ob das ein technischer Defekt gewesen ist oder menschliches Versagen muss die Wasserschutzpolizei jetzt klären", so ein Sprecher der Polizei. Das beschädigte Obertor soll Anfang Oktober ausgetauscht werden.
Millionenschaden nach Schiffsunfall in Heilbronner Schleuse
Ein Gutachter hat sich bereits ein Bild gemacht. Demzufolge beläuft sich der Sachschaden an der Schleuse selbst auf rund eine Million Euro. Der Schaden am Schiff wird auf rund 50.000 Euro geschätzt.
Der Fall erinnert an einen Unfall auf dem Rhein bei Iffezheim (Kreis Rastatt). 2023 hatte ein Frachter ungebremst die Rheinschleuse gerammt - während die Steuerfrau am Ruder schlief. Die Frau und die Firma wurden zu 1,7 Millionen Euro Schadenersatz verurteilt.