Nach einem Ausbruch des Hantavirus auf dem Kreuzfahrtschiff "Hondius" ist die letzte Kontaktperson aus Baden-Württemberg aus der Quarantäne entlassen worden. Laut Gesundheitsminister Oliver Hildenbrand (Grüne) war die Person aus dem Kreis Heilbronn während der gesamten Isolation symptomfrei. Die Behörden bewerten den Fall in BW nun als abgeschlossen.
Infektion mit Hantavirus auf Kreuzfahrt-Reise
Auf der Kreuzfahrt, die mit der "Hondius" in Argentinien begann, hatten sich diesen Mai mehrere Menschen mit dem südamerikanischen Andes-Typ des Hantavirus infiziert. Rund 150 Menschen aus 23 Ländern befanden sich an Bord der "Hondius". Drei Menschen starben, weitere erkrankten. Schließlich legte das Schiff in Teneriffa an. Von dort aus reisten die Passagiere unter Sicherheitsvorkehrungen in ihre Heimatländer.
In mehreren Ländern, darunter Kanada, Frankreich und Spanien wurden Infektionen bestätigt. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind alle überlebenden Infizierten auf dem Weg der Genesung. Das Risiko für die breite Bevölkerung wurde bereits vor Wochen als gering eingestuft. Wo genau die Ansteckungen erfolgten, ist noch ungeklärt.
Besonders häufig in Baden-Württemberg Hantavirus-Infektion auf Kreuzfahrtschiff: Ursache, Symptome, Behandlung
Gliederschmerzen, Fieber, Abgeschlagenheit: Im Sommer kann dahinter auch das Hantavirus stecken. Es kommt vor allem im Südwesten vor - und kann besonders die Nieren angreifen.
Einzigartige Ansteckung beim Andesvirus
Das Andesvirus gilt als einziges Hantavirus, das vereinzelt von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. Üblicherweise erfolgt die Ansteckung über Nagetiere, etwa durch Kotpartikel in aufgewirbeltem Staub.