Im bayrischen Herzogenaurach sind am Sonntag die Bundessiegerinnen und Bundessieger von "Jugend forscht" ausgezeichnet worden. Der Preis für die beste interdisziplinäre Arbeit ging an Julian Scharnowski aus Oedheim (Kreis Heilbronn). Der 20-Jährige darf sich über 3.000 Euro Preisgeld freuen. Der junge Mann vom Jugendforschungszentrum Heilbronn hat eine Vakuumpinzette entwickelt, mit der sich winzige Elektronikbauteile präzise auf Platinen anbringen lassen.
Herangehensweise von Julian Scharnowski kam bei Jury gut an
Scharnowski konstruierte eine Vakuumpinzette, die die Bauteile mithilfe von Unterdruck ansaugt und präzise platziert. Grund dafür ist, das mit herkömmlichen Pinzetten die Teile leicht weg rutschten oder sich kaum greifen lassen. Der 20-Jährige entwickelte mehrere Prototypen, optimierte Griff, Elektronik sowie Steuerung und testete verschiedene Materialien, um empfindliche Bauteile vor statischer Aufladung zu schützen. Die Messungen zeigten, dass die Vakuumpinzette leise, stabil und zuverlässig arbeitet. Dabei kostet sie deutlich weniger als ähnliche Profiwerkzeuge
Die Jury beeindruckte besonders die systematische Herangehensweise an sämtliche Aspekte einer komplexen Produktentwicklung. Bei der Preisverleihung waren unter anderem Bildungsministerin Karin Prien (CDU) und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) mit dabei.
Veganer Käse reichte nicht zum Sieg bei "Jugend Forscht"
Beim Bundesfinale von "Jugend forscht" war auch die 19-jährige Timea Probost aus Heilbronn mit dabei. Sie forschte an veganem Käse. Mithilfe neuer pflanzlicher Rezepturen und Fermentation will sie Geschmack, Schmelzverhalten und Proteingehalt verbessern. Das Bundesfinale ist der Höhepunkt des Wettbewerbs. Dort treten die Siegerinnen und Sieger der Landeswettbewerbe in sieben Fachgebieten gegeneinander an.