Ein NH90-Hubschrauber der Bundeswehr aus Niederstetten (Main-Tauber-Kreis) unterstützt seit Montag die Löscharbeiten beim großen Waldbrand im belgischen Hohen Venn. Nach Angaben der Bundeswehr sind zwei Piloten und mehrere Bordmechaniker aus Niederstetten vor Ort. Erst vor Kurzem haben die Heeresflieger genau dieses Szenario geübt.
Löschhubschrauber der Bundeswehr bei Waldbrand in Belgien - auch aus Niederstetten
Die Bundeswehr beteiligt sich mit insgesamt zwei NH90-Hubschraubern und 13 Soldatinnen und Soldaten an der Brandbekämpfung. Die zweite Maschine kommt aus Faßberg in Niedersachsen. Der Einsatz ist zunächst für sieben Tage vorgesehen. Die Soldatinnen und Soldaten könnten aber auch länger dort bleiben, sollte der Brand noch nicht gelöscht sein.
Besonders für die Bundeswehr ist laut einem Sprecher des Operativen Führungskommandos, dass der Einsatz multinational ist. Belgien hatte Hilfe aus mehreren europäischen Ländern angefordert. So arbeiten die Deutschen jetzt mit Soldatinnen und Soldaten aus Schweden, Norwegen, Frankreich, der Schweiz und Belgien zusammen.
Seit Freitag sind im Hohen Venn rund 3.000 Hektar Vegetation abgebrannt. Das Feuer hatte sich in den vergangenen Tagen immer weiter der deutschen Grenze genähert.
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Heeresflieger hatten Löscheinsatz erst Anfang August trainiert
Für die Besatzung aus Niederstetten wird damit aus einer Übung innerhalb weniger Tage Ernst: Erst Anfang August hatten die Heeresflieger im Main-Tauber-Kreis die Brandbekämpfung aus der Luft trainiert.
Beim Löschen kommen spezielle faltbare Löschwasserbehälter zum Einsatz, die unter den NH90-Hubschraubern befestigt werden. Sie können aus offenen Gewässern mit bis zu 2.000 Litern Wasser gefüllt werden. Anschließend fliegen die Hubschrauber zu den Brandherden und werfen das Wasser dort gezielt ab.
Besonders in schwer zugänglichem Gelände können die Hubschrauber die Einsatzkräfte am Boden bei den Löscharbeiten unterstützen.