Eine mögliche Akku-Explosion hat am späten Mittwochabend ein Mehrfamilienhaus in Weikersheim-Laudenbach (Main-Tauber-Kreis) zerstört. Gegen kurz vor 23 Uhr ging der Notruf bei der Feuerwehr ein, berichtet Kreisbrandmeister Andreas Geyer. Als die Rettungskräfte eintrafen, brannte das Gebäude bereits lichterloh. Der Schaden wird auf etwa 750.000 Euro geschätzt. Laut Polizei konnten sich die Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses rechtzeitig in Sicherheit bringen.
Akku-Explosion? Zwei Bewohner im Krankenhaus
Nach Angaben eines Polizeisprechers gibt es Hinweise darauf, dass der Akku eines E-Bikes, der nach Angaben der Bewohner im Haus gelagert war, explodiert sein könnte. Ob dies tatsächlich der Auslöser des Feuers war, wird noch ermittelt.
Alle acht Bewohnerinnen und Bewohner konnten das brennende Haus rechtzeitig verlassen. Zwei Menschen wurden vorsorglich wegen des Verdachts auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Das Haus ist derzeit unbewohnbar, so der Kreisbrandmeister. Bereits in der Nacht wurde damit begonnen, das Gebäude abzutragen, um an Glutnester zu gelangen, sagte er dem SWR.
Grund für das schnelle Ausbreitung der Flammen sind nach seinen Angaben die verbauten Baustoffe im Gebäude, so Geyer weiter.
Weil es eben mit sehr viel Polystyrol ausgekleidet wurde. Ein Kubikmeter Styropor enthält ungefähr 20 Liter Rohöl, da kann man sich vorstellen, was das für enorme Brandtemperaturen und Brandgeschwindigkeiten nach sich zieht.
Die Feuerwehr werde noch den gesamten Tag beschäftigt sein, heißt es. Die Bewohnerinnen und Bewohner mussten noch in der Nacht anderweitig untergebracht werden. Nach Polizeiangaben fanden alle Betroffenen auf privatem Weg eine Unterkunft.
Feuer zerstört Wohnhaus: Großaufgebot an Einsatzkräften in Weikersheim
Neben Polizei und Rettungsdienst waren die Freiwillige Feuerwehr Weikersheim, das Technische Hilfswerk (THW) sowie weitere Einsatzkräfte mit rund 90 Helferinnen und Helfern und 15 Fahrzeugen vor Ort. Eine Gefahr für angrenzende Gebäude bestand laut Polizei nicht.