Seit Dienstag können Menschen in Crailsheim (Kreis Schwäbisch Hall) dank Maultaschen im neuen Hallenbad schwimmen. Denn rund 65 Prozent des Energiebedarfs sollen aus der Abwärme der Maultaschenproduktion von BÜRGER nebenan kommen. So will das Bad etwa 360 Tonnen CO2 einsparen. Ergänzt wird das Energiekonzept durch eine Photovoltaikanlage mit rund 650 Modulen an Dach und Fassade.
Neues Hallenbad in Crailsheim für Badegäste geöffnet
Nach rund zweieinhalb Jahren Bauzeit und mehreren Verzögerungen ist am Dienstag der Badebetrieb im neuen Hallenbad in Crailsheim gestartet. Am Montag wurde das Bad von Oberbürgermeister Christoph Grimmer (parteilos) offiziell eröffnet. Ursprünglich war die Eröffnung für Ende 2025 geplant. Die Stadtwerke Crailsheim haben in das Bad insgesamt 24 Millionen Euro investiert.
Das neue Hallenbad bietet laut Stadtwerken mehr Schwimmfläche, längere Öffnungszeiten sowie einen barrierefreien Zugang. Es hat ein 25-Meter langes Sportbecken mit sechs Bahnen und ist damit größer als das Becken im bisherigen Schwimmbad. So hätten Schul-, Vereins- und Breitensport bessere Bedingungen, heißt es. Außerdem gibt es einen Sprungturm mit einem und drei Metern Höhe sowie ein separates Kursbecken.
Hallenbad und Freibad an einem Ort - mit Abwärme von BÜRGER
Ab sofort sind in Crailsheim das Hallen- und Freibad an einem Standort. Der künftige Wärmebedarf der Bäder wird durch industrielle Abwärme von BÜRGER gedeckt. Dafür wurde eine rund 1,2 Kilometer lange Wärmeleitung zu den Bädern gelegt.
Beide Bäder werden unter dem neuen Namen "Aqua Duo" geführt. Das Freibad wird jetzt saniert, hier soll die Saison dann im Mai 2027 losgehen. Dann können die Bäder auch gleichzeitig genutzt werden.