Die Polizei geht nach einem tödlichen Unfall bei Bad Rappenau (Kreis Heilbronn) gegen Gaffer vor. Einige Lkw-Fahrer sollen während der Unfallaufnahme am Freitag über die Sichtschutzwand gefilmt und Fotos vom Unfallwrack und dem toten Autofahrer gemacht haben. Dabei seien Einsatzkräfte behindert und der nachfolgende Verkehr erheblich gestört worden, teilte die Polizei am Montag mit.
Gaffer nach tödlichem Autobahn-Unfall von Polizei zur Kasse gebeten
Vier Lkw-Fahrer wurden noch vor Ort angezeigt - wegen eines Verstoßes gegen das Recht am eigenen Bild und den Schutz der Privatsphäre. Bei ausländischen Fahrern wurde eine Sicherheitsleistung zwischen 200 Euro und 500 Euro einbehalten. Weitere Verkehrsteilnehmende mit ähnlichem Verhalten seien notiert worden und würden nun im Nachgang angezeigt und entsprechend verfolgt, so die Polizei.
Die Behörde weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Gaffen kein Kavaliersdelikt ist, sondern straf- und ordnungsrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen kann.
Tödlicher Unfall auf der A6 bei Bad Rappenau - fataler Lkw-Crash
Am Freitagnachmittag war auf der A6 der Fahrer eines Sattelzuges in ein Stauende gefahren. Er schob einen weiteren Laster auf ein Auto, welches wiederum in einen weiteren Lkw gedrückt wurde.
Der Autofahrer starb noch vor Ort. Der mutmaßliche Unfallverursacher wurde lebensgefährlich verletzt ins Krankenhaus geflogen. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf 200.000 Euro bis 300.000 Euro.