Erntehelfer irren sich in der Adresse

Öhringen: Rund halbe Tonne Bärlauch geerntet - aber auf dem falschen Grundstück

Die Genehmigung war echt, nur die Adresse nicht: 50 Erntehelfer haben in Öhringen fast eine halbe Tonne Bärlauch am falschen Ort geerntet.

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Von Autor/in Juliane Pyper

Rund 50 Erntehelfer haben am Freitag in Öhringen-Unterohrn (Hohenlohekreis) versehentlich das falsche Grundstück abgeerntet. Wie die Polizei mitteilt, meldete der Pächter eines Waldstücks den Vorfall. Die Gruppe habe offenbar ohne Erlaubnis den gesamten Bärlauch auf der Fläche gepflückt.

Die haben keine Genehmigung gehabt von mir in meinem Wald. Nur vom Landratsamt, dass sie im Naturschutzgebiet pflücken dürfen. Die Eigentümer müssten halt auch noch gefragt werden, sonst ist es einfach Diebstahl.

Als die Polizei eintraf, waren bereits mehr als 450 Kilogramm des Wildkrauts geerntet. Vor Ort stellte sich jedoch heraus, dass durchaus eine Genehmigung für die Ernte vorlag. Diese bezog sich allerdings nicht auf das betroffene Waldstück, sondern auf ein direkt angrenzendes Grundstück. Am Ende einigten sich die Beteiligten.

Das Bärlauchfeld in einem Waldtsück in Öhringen-Unterohrn wurde aus Versehen fast komplett abgeerntet.
In diesem Waldstück in Öhringen-Unterohrn haben Erntehelfer versehentlich rund eine halbe Tonne Bärlauch abgeerntet.

Bärlauch-Saison hat begonnen

Bärlauch ist erst seit Kurzem erntereif. Viele Sonnenstunden hätten der Pflanze in den vergangenen Wochen gut getan, sagte ein Gärtnereibetreiber aus Oedheim (Kreis Heilbronn) dem SWR. Für Betriebe ist das Lauchgewächs eine wichtige Frühjahrskultur, da es zu den ersten Ernten im Freiland zählt.

So viel Bärlauch darf gepflückt werden

Für das gewerbliche Pflücken sind allerdings Genehmigungen erforderlich - etwa von Grundstückseigentümern und Behörden. Privatpersonen dürfen Bärlauch nur in kleinen Mengen für den Eigenbedarf sammeln, sogenannte "Handsträuße". In Naturschutzgebieten ist das Pflücken grundsätzlich verboten.

Vor zwei Jahren kam es zu einem ähnlichen Fall in Kupferzell (Hohenlohekreis). Dort ernteten Helfer rund 2,5 Tonnen Bärlauch vom falschen Feld ab. Hier klärte sich der Fall allerdings erst nach einigen Wochen auf.

Oedheim

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In den Wäldern wird derzeit der Bärlauch erntereif. Für einige Händler eine wichtige Kultur. Private Pflücker dürfen nur kleine Mengen mitnehmen und es besteht Verwechslungsgefahr.

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