Verunreinigung

Nach heftigem Regen: Trinkwasser muss in Radolfzell abgekocht werden

Das Unwetter vom vergangenen Donnerstag hat noch immer Folgen: In Radolfzell am Bodensee gibt es ein Abkochgebot für das Trinkwasser. Und auch der Zugverkehr bleibt eingeschränkt.

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Von Autor/in Florian Peking

Bürgerinnen und Bürger von Radolfzell am Bodensee (Kreis Konstanz) müssen bis mindestens Mittwoch ihr Trinkwasser abkochen. Das teilen die Stadtwerke Radolfzell im Auftrag des Gesundheitsamtes Konstanz mit.

In den Tagen nach den heftigen Regenfällen am vergangenen Donnerstag hatten die Stadtwerke Radolfzell das Trinkwasser bereits gechlort, um es zu desinfizieren. Doch bestimmte Grenzwerte seien noch immer zu hoch.

Stadtwerke: Nur abgekochtes Trinkwasser trinken

Die Stadtwerke raten deshalb, das Wasser sprudelnd aufzukochen und dann mindestens zehn Minuten abkühlen zu lassen. Nur abgekochtes Wasser sollte getrunken und fürs Zähneputzen, zum Reinigen offener Wunden oder in der Küche benutzt werden.


Die Stadtwerke Radolfzell warnen die Einwohner ausdrücklich vor dem Genuss des nicht abgekochten Trinkwassers.

Duschen und Baden ist hingegen bedenkenlos möglich, sofern man das Wasser nicht verschluckt. "Sie können das Leitungswasser für die Toilettenspülung und andere Zwecke ohne Einschränkungen nutzen", schreiben die Stadtwerke.

Das Gebot gilt nur für die Kernstadt. Die Ortsteile Böhringen, Markelfingen, Stahringen, Stahringen-Homburg, Güttingen, Liggeringen, Möggingen und Reute sind davon ausgenommen.

Betroffene können kostenlos Sperrmüll entsorgen

Für vom Starkregen betroffene Haushalte bietet die Stadt Radolfzell einen Service an: Von Dienstag bis Donnerstag können sie angefallenen Sperrmüll im Wertstoffhof Radolfzell kostenlos entsorgen.

Der Wertstoffhof ist an allen drei Tagen von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Außerdem wird laut Oberbürgermeister Simon Gröger geprüft, ob eine Sonderabholung des Mülls in den betroffenen Gebieten kurzfristig realisiert werden kann.

Weiter Ersatzverkehr wegen Unwetterschäden

Wegen Unwetterschäden gesperrt ist weiterhin die Zugstrecke zwischen Radolfzell und Stahringen (Kreis Konstanz). Und das noch mindestens bis in die Nacht auf Mittwoch, wie die Deutsche Bahn mitteilt. Zwischen Ludwigshafen und Radolfzell fahren deshalb Ersatzbusse mit Zwischenhalt in Stahringen.

Betroffen von der Sperrung sind mehrere Verbindungen: Regionalzüge aus Ulm Richtung Basel fahren nur bis Friedrichshafen. Züge der Bodenseegürtelbahn in Richtung Radolfzell beginnen und enden in Ludwigshafen. Und die Züge auf der Seehäsle-Verbindung zwischen Radolfzell und Stockach beginnen und enden in Stahringen.

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Florian Peking
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