Die Stadtwerke Konstanz prüfen, ob sie eine bestehende Bodensee-Autofähre auf Elektroantrieb umrüsten. Das bestätigten die Stadtwerke Konstanz dem SWR. Die Fährschiffe verkehren zwischen Konstanz und Meersburg (Bodenseekreis).
"Tabor" oder "Lodi" - eine der beiden bestehenden Autofähren könnte künftig elektrisch über den Bodensee fahren. Die Stadtwerke Konstanz könnten dafür bis Mitte Oktober einen Förderantrag beim Bund stellen. Der könnte bis zu 95 Prozent der förderfähigen Mehrkosten übernehmen. Ein Neubau sei ausdrücklich nicht geplant, so die Stadtwerke auf SWR-Anfrage.
Umbau und Ladeinfrastruktur würden mehrere Millionen Euro kosten
"Wir aktualisieren derzeit die Kostenprognosen für einen Umbau auf batterieelektrischen Antrieb, die erforderliche Ladeinfrastruktur sowie insbesondere die Netzanschlusskosten", sagte ein Sprecher. Für den Umbau eines Schiffes sowie für die nötige Ladeinfrastruktur rechnen die Stadtwerke mit über elf Millionen Euro. Aber auch der laufende Betrieb einer E-Fähre müsse sich wirtschaftlich rechnen, so der Sprecher. Dafür brauche es günstigere Bedingungen beim Strom.
Würde man sogar zwei Fähren umrüsten, könnten nach Angaben der Stadtwerke jährlich rund 5.600 Tonnen Kohlenstoffdioxid (CO2) eingespart werden. Das ist in etwa so viel, wie alle städtischen Gebäude in Konstanz zusammen verursachen. Einen Zeitplan für das Projekt gebe es noch nicht, so der Sprecher.