Erstmals in der 80-jährigen Geschichte am Bodensee

6.600 Menschen singen Opernchöre vor der Seebühne der Bregenzer Festspiele

Opernliebhaber und Chorsänger haben erstmals bei den Bregenzer Festspielen selbst gesungen. Dazu hatten sich Tausende vor der Seebühne im Bodensee eingefunden.

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Von Autor/in Karin Wehrheim

Die berühmtesten Opernchöre aus "Nabucco", "Carmen", "Troubadour", "La traviata" und "Der Freischütz" sind am 1. August am Bodensee gesungen worden - von 6.600 Menschen gemeinsam. Das sogenannte "Singalong" fand erstmals statt. Anlass war das 80-jährige Bestehen des größten Kulturereignisses am Bodensee.

"Singalong" lockt Sängerinnen und Sänger aus fünf Ländern an den Bodensee

Opernbegeisterte sowie Chorsängerinnen und -sänger hatten sich zum Jahresbeginn dafür anmelden können. Sie erhielten die Noten und Übungsmaterial. Laut den Festspielen kamen die Singenden aus Deutschland, der Schweiz, Österreich, Italien und Tschechien. Bis zuletzt waren die kostenlosen Tickets für das "Singalong" stark nachgefragt, aber ausgebucht.

Der australische Dirigent und Chorleiter Steven Moore ließ die 6.600 Menschen sich kurz warmrütteln und La Ola probieren - eigentlich nicht nötig, denn bei 30 Grad ohne Schatten auf der Zuschauertribüne waren Sonnenhüte, Fächer und kühle Getränke gefragt. Ein kleines Orchester und Solisten, die bei den diesjährigen Festspielen auftreten, begleiteten den Riesenchor.

Stimmung vor der Seebühne wie bei Rockkonzerten

Dann erklang "O sole mio" aus Tausenden Kehlen, "Nessun dorma" und "Va, pensiero" ebenso wie der "Jägerchor" und "Toreador". Auf Kommando mussten alle abrupt aufstehen oder zum Gesang wie bei Rockkonzerten mit ausgestrecktem Zeigefinger fuchteln. Es wurde viel gelacht zwischendurch. Nach einer Stunde fielen ein paar Tropfen aus einer dunklen Wolke über dem Bodensee. Eine willkommene Abkühlung.

Das "Singalong" endete mit "Happy birthday, Festspiele" der 6.600 Sängerinnen und Sänger sowie noch einmal "Va, pensiero" als Zugabe.

Das war der absolute Hammer!

"Eine ganz besondere Veranstaltung", fand ihre Begleiterin. Nach knapp eineinhalb Stunden strömten alle mit strahlenden Gesichtern von der Zuschauertribüne - hin zu den Ständen mit Erfrischungsgetränken.

6.600 Menschen singen Opernchöre beim "Singalong" der Bregenzer Festspiele.
Sie kamen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien und Tschechien - und das bei 30 Grad auf der Zuschauertribüne der Bregenzer Festspiele. Karin Wehrheim Bild in Detailansicht öffnen
6.600 Menschen haben vor der Seebühne der Bregenzer Festspiele Opernchöre gesungen.
Jeder Angemeldete hatte die Noten in einem Heft bekommen. Das diente auch als Sonnenschutz, bevor es losging. Karin Wehrheim Bild in Detailansicht öffnen
6.600 Menschen haben vor der Seebühne der Bregenzer Festspiele Opernchöre gesungen.
Der australische Dirigent Steven Moore machte das "Singalong" zu einem amüsanten und zugleich begeisternden Nachmittag. Karin Wehrheim Bild in Detailansicht öffnen
6.600 Menschen haben vor der Seebühne der Bregenzer Festspiele Opernchöre gesungen.
Für die kurzweilige Organisation des "Singalong" gab es immer wieder Applaus. Karin Wehrheim Bild in Detailansicht öffnen
6.600 Menschen haben vor der Seebühne der Bregenzer Festspiele Opernchöre gesungen.
Alle 6.600 Mitsingenden hatten den Blick auf das Bühnenbild zur Verdi-Oper "La traviata", die in diesem Jahr bei den Bregenzer Festspielen zu sehen ist. Karin Wehrheim Bild in Detailansicht öffnen
Singalong bei den 80. Bregenzer Festspielen.
Jeder Mitsingende hatte das Notenheft auf den Knien. Oder in den Händen. Oder auf dem Kopf. Karin Wehrheim Bild in Detailansicht öffnen
6.600 Menschen haben vor der Seebühne der Bregenzer Festspiele Opernchöre gesungen.
Wer es ganz ernst nahm, hatte sich die eigene Stimmlage mit Textmarker hervorgehoben. Aber nicht alle nahmen es so ernst. Karin Wehrheim Bild in Detailansicht öffnen
6.600 Menschen haben vor der Seebühne der Bregenzer Festspiele Opernchöre gesungen.
Am Ende gab es strahlende Gesichter und viel Lob und Applaus für das "Singalong" der 80. Bregenzer Festspiele. Karin Wehrheim Bild in Detailansicht öffnen
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Karin Wehrheim
SWR-Redakteurin Karin Wehrheim Autorin Bild

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