Die Most-Saison hat begonnen und viele Obstbaumbesitzer bringen ihre Ernte jetzt in regionale Lohnmostereien. Besonders Äpfel, aber auch Birnen und Quitten werden dort zu Saft oder Most verarbeitet, derzeit meist an Samstagen. Die Nachfrage sei bereits hoch, berichtet eine Mosterei in Steinhausen im Kreis Biberach.
Die Mostereien in der Region Bodensee-Oberschwaben rechnen mit einer qualitativ guten Streuobsternte. Allerdings gebe es starke regionale Unterschiede.
Mostereien am Bodensee und in Oberschwaben haben viele Anfragen
Die Mosterei in Steinhausen erwartet bis Ende Oktober rund 1.000 Privatleute, die ihr Streuobst vorbeibringen und pressen lassen. Die Kunden können den frisch gepressten Saft direkt mitnehmen oder ihn später abholen, wenn er zu Most vergoren sei. Auch andernorts haben die Mostereien schon jede Menge Anfragen. Aus Leutkirch im Allgäu heißt es, die Saison habe außergewöhnlich früh angefangen.
So früh wie dieses Jahr haben wir noch nie mit dem Mosten begonnen.
Das sei ungewöhnlich - ebenso die regional völlig unterschiedlichen Erträge. Man habe Streuobstbäume, da hänge fast nichts dran und andernorts welche, die unter der Last des Obstes schier zusammenbrechen. Unterm Strich aber sei die diesjährige Streuobsternte gut und besser als erwartet – auch wenn sie nicht an das gute Jahr 2024 heranreiche.
Mostsaison erreicht im September ihren Höhepunkt
Richtig viel zu tun haben die Mostereien dann ab Mitte September, heißt es von Unternehmen in Ravensburg, im Allgäu und in Radolfzell am Bodensee. Dann seien die meisten Streuobstsorten qualitativ am besten. Die Most-Saison endet in der Regel im November.