Kooperation mit US-Konzern RTX

Überlingen: Diehl Defence will "Stinger"-Flugkörper herstellen

Das Rüstungsunternehmen Diehl Defence in Überlingen plant, wichtige Bauteile für Boden-Luft-Flugkörper vom Typ "Stinger" zu produzieren. Dazu könnten Standorte ausgebaut werden, teilte Diehl mit.

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Von Autor/in Thomas Wagner

Das Überlinger Rüstungsunternehmen Diehl Defence im Bodenseekreis will eigenen Angaben zufolge künftig Schlüsselkomponenten für Flugkörper vom Typ "Stinger" bauen. Eine entsprechende Absichtserklärung sei unterzeichnet. Kooperationspartner sei das US-Unternehmen Raytheon, eine Tochter des weltgrößten Verteidigungskonzerns RTX mit Sitz in Arlington im US-Bundesstaat Virginia.

Diehl Defence prüft verschiedene Optionen zur Erhöhung der Produktionskapazitäten, sowohl an den bestehenden als auch an möglichen weiteren Standorten.

Diehl: Flugabwehrrakete wird in vielen Ländern eingesetzt

Die "Stinger"-Flugabwehrrakete ist laut Diehl ein leichtes, einsatzerprobtes und vollständig integriertes Luftverteidigungssystem, das von Bodentruppen gegen Marschflugkörper und Flugzeuge eingesetzt wird. Sie ist etwa eineinhalb Meter lang, kostet rund 150.000 US-Dollar und kann von der Schulter eines Soldaten aus abgeschossen werden. "Stinger" werde in 24 Ländern bereitgehalten, darunter Deutschland und neun weitere NATO-Mitglieder.

Bisher werden "Stinger"-Raketen ausschließlich vom US-amerikanischen Unternehmen Raytheon hergestellt. Am Standort Überlingen boomt derzeit die Herstellung des wesentlich größeren Flugabwehrsystems "Iris-T". Diehl Defence beschäftigt derzeit etwa 5.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon rund rund 2.000 in Überlingen. Das Unternehmen machte zuletzt einen Jahresumsatz von mehr als zwei Milliarden Euro.

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Thomas Wagner
SWR-Redakteur Thomas Wagner Autor Bild
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Karin Wehrheim
SWR-Redakteurin Karin Wehrheim Autorin Bild

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