In Berlin ist der DRK-Kreisverband Ravensburg mit dem Förderpreis "Helfende Hand" des Bundesministeriums des Inneren und für Heimat ausgezeichnet worden. Der Preis in der Kategorie "Innovative Konzepte" ging an den Kinder-Krisen-Einsatzdienst des Verbandes. Er unterstützt Kinder und Jugendliche etwa nach Unfällen, Naturkatastrophen oder Todesfällen.
9.000 Euro Preisgeld für den Ravensburger Kinder-Krisen-Einsatzdienst
Das Einsatzteam erhielt eine Trophäe, Urkunde sowie ein Preisgeld von 9.000 Euro. "Eine tolle Sache", so Ulrike Schmid, die ehrenamtliche Leiterin des Einsatzdienstes. Sie war am Montag zusammen mit weiteren Mitgliedern des Teams bei der Preisverleihung in Berlin.
Einsatzdienst bietet Kindern in Notlagen "seelische Erste Hilfe"
Auch Gerhard Krayss, Geschäftsführer des Roten Kreuzes im Kreis Ravensburg, war vor Ort. Das Einsatzteam sei einzigartig im süddeutschen Raum, erklärte er gegenüber dem SWR. Krayss zufolge gehören dem Team zwölf speziell geschulte Ehrenamtliche an. Sie sorgen dafür, dass Kinder in Notlagen eine kindgerechte "seelische Erste Hilfe" bekommen. Dazu zählt beispielsweise das Überbringen von Todesnachrichten nach einem Unfall. Ruhig bleiben, zuhören und Halt geben laute das Motto. Zudem kümmere sich das Team auch nach einem traumatischen Ereignis um die Kinder und ihre Familien. Bis zu drei sogenannte Nachbetreuungen gebe es.
Das Projekt wurde laut Rotem Kreuz gemeinsam mit der Hochschule Ravensburg-Weingarten, dem Zentrum für Psychiatrie Weissenau und der Psychosozialen Notfallversorgung entwickelt. Im Schnitt komme der Kinder-Krisen-Einsatzdienst dreimal pro Monat zum Einsatz.
Amateurfunker aus Laupheim auf fünftem Platz
Ebenfalls nominiert war in der Kategorie "Unterstützung des Ehrenamtes" ein Projekt der Freiwilligen Feuerwehr Laupheim (Kreis Biberach) zusammen mit dem Amateurfunkverein P49. Es bietet Bürgern die Möglichkeit, bei einem Stromausfall Notrufe bei Amateurfunkern abzugeben. Das Projekt schaffte es auf Platz fünf und erhielt eine Urkunde.
Für den Förderpreis "Helfende Hand" wurden insgesamt knapp 400 Bewerbungen aus ganz Deutschland eingereicht. Nominiert waren 16 Projekte.