Am Montagabend ist es auf einer Straße in Singen (Kreis Konstanz) zu einer gefährlichen Situation gekommen. Gegen 20:40 Uhr wollte eine 28-jährige Frau die Straße überqueren. In diesem Moment hörte sie laute Motorengeräusche. Kurz darauf fuhren zwei Autos mit deutlich zu hoher Geschwindigkeit an ihr vorbei. Nach Angaben der Polizei konnte die Frau nur durch einen Sprung zurück einen Zusammenstoß verhindern.
Autos fahren nebeneinander durch die Innenstadt
Wie die Polizei mitteilte, fuhren die beiden Fahrzeuge nebeneinander. Ein Auto nutzte die rechte Fahrspur. Das zweite Fahrzeug fuhr entgegen der Fahrtrichtung links an einer Verkehrsinsel vorbei.
Erst als Gegenverkehr aufkam, sei ein Überholvorgang beendet worden. Die Polizei stuft die Situation als äußerst gefährlich ein. Besonders für Fußgänger bestand ein hohes Risiko.
Polizei identifiziert zwei junge Fahrer
Im Rahmen der sofort eingeleiteten Fahndung seien zwei junge Männer im Alter von 18 und 21 Jahren ermittelt worden, so die Polizei. Sie wurden eindeutig als Fahrer der beteiligten Fahrzeuge identifiziert.
Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurden die Führerscheine der beiden Männer beschlagnahmt. Gegen sie wird nun wegen des Verdachts eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens ermittelt. Die Polizei sucht Zeugen des mutmaßlichen Autorennens. Wer den Vorfall beobachtet hat oder Angaben zu den Fahrzeugen machen kann, wird gebeten, sich zu melden.
Weiterer Vorfall in Weingarten
Auch in Weingarten (Kreis Ravensburg) ist die Polizei am Mittwochabend konsequent gegen mutmaßliche Raser vorgegangen: Beamte des Polizeirevier Weingarten stellten den Führerschein und das Fahrzeug einer 21-jährigen BMW-Fahrerin sicher und leiteten ein Strafverfahren wegen des Verdachts eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens ein.
Die Polizisten hatten während ihrer Streifenfahrt beobachtet, wie sich die 21-Jährige mit einem weiteren BMW-Fahrer ein Rennen lieferte. Die Beteiligten hielten unter anderem an einer Geschwindigkeitsmessanlage sowie an einer Ampel an und beschleunigten anschließend stark. Zeitweise dürften innerorts Geschwindigkeiten von rund 100 Stundenkilometern erreicht worden sein, so die Polizei.
Nach etwa einem Kilometer stoppten die Beamten die 21-Jährige, konfrontierten sie mit dem Vorwurf und stellten nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft sowohl den Führerschein als auch das Auto sicher.
Illegale Autorennen im Straßenverkehr sind kein Kavaliersdelikt
Illegale Autorennen stellen nach Einschätzung der Polizei eine erhebliche Gefahr dar. Unbeteiligte Verkehrsteilnehmer können dabei jederzeit in lebensbedrohliche Situationen geraten. Besonders in innerstädtischen Bereichen ist das Risiko hoch.
Die Polizei weist darauf hin, dass bereits kurze Fahrten mit hoher Geschwindigkeit schwerwiegende Folgen haben können. Neben strafrechtlichen Konsequenzen droht auch der dauerhafte Verlust der Fahrerlaubnis.