Eine 800 Kilogramm schwere Kugel voller Gin ist vor rund 3 Jahren im Bodensee verschwunden. Der Schiffsbergeverein aus Romanshorn hat sie nun wiedergefunden und gemeinsam mit der Schweizer Seepolizei an Land gebracht.
Stahlkugel mit rund 230 Litern Gin
Die Kugel lag rund 70 Meter entfernt von dem Ort entfernt, an dem sie 2022 im Bodensee versenkt wurde, so die Thurgauer Kantonspolizei auf SWR-Anfrage. Sie gehört einem Schweizer Unternehmen für Catering und Eventmanagement. Dass die Kugel mit rund 230 Litern Gin wiedergefunden wird, damit hätten sie nicht mehr gerechnet, so die Besitzer.
Zufallsfund nach drei Jahren Verschollene Gin-Kugel im Bodensee: So hat man sie gefunden
Drei Jahre war die im Bodensee versenkte Gin-Kugel nicht mehr auffindbar. Silvan Paganini vom Schiffsbergeverein aus Romanshorn hat sie jetzt entdeckt. Und zwar eher durch Zufall.
Anfang August 2022 wurde sie am Schweizer Bodenseeufer vor Romanshorn versenkt und lag zunächst in 23 Meter Tiefe. Als Taucher sie nach 100 Tagen bergen wollten, war sie weg.
Ursache für Verschwinden der Kugel weiterhin unklar
Weil er immer wieder darauf angesprochen wurde, machte sich der Schiffsbergeverein mit Sonarscanner und ferngesteuerte Tauchroboter am Donnerstag auf die Suche und fand die Ginkugel noch am selben Tag. Ob sie gestohlen wurde oder abgetrieben ist, ist aber weiterhin unklar. Die Polizei nimmt die Ermittlungen wieder auf.
Lagerung im Bodensee verleiht Gin besonderes Aroma
Die Lagerung im See soll unter anderem durch die gleichbleibenden Temperaturen und den Wasserdruck ein besonderes Aroma erzeugen, heißt es von den Besitzern. Ein Effekt sei zwar schwer nachzuweisen, man setze aber auf die besondere Atmosphäre des Bodensees.
Der Verkaufswert der Sonderausgabe des Gins vom Bodensee hätte 40.000 Franken betragen. Was sie jetzt mit dem Gin machen, wissen die Besitzer noch nicht.