Im Alpstein in der Ostschweiz, oberhalb des Seealpsees, sind Felsbrocken in die Nähe eines Wanderwegs gestürzt. Das bestätigte der zuständige Bezirk. Die Gefahr, dass weitere Felsen abbrechen, sei jedoch gering.
In dem betroffenen Bereich am Seealpsee werden Wanderer mit Schildern auf die Felssturzgefahr aufmerksam gemacht. Ihnen wird empfohlen, sich dort nicht länger aufzuhalten und vorsichtig zu sein. Eine akute Gefahr, dass weitere Felsen abbrechen, bestehe aber nicht, so der Wanderweg-Verantwortliche Sepp Manser. Ein Expertenteam habe den Bereich kontrolliert und werde instabile Felsbrocken entfernen.
Felsstürze im Alpstein: Hitze und Trockenheit als Ursache
Felsstürze kommen im Alpstein immer wieder vor, zuletzt am Säntis. Grund dafür seien auch die Hitze und Trockenheit, so Manser. Wenn der Boden austrockne, würden die Felsen und Steine lockerer. Im hochalpinen Bereich, etwa über 2.500 Meter über dem Meeresspiegel, komme es vor allem zu Felsstürzen, weil der Permafrost durch den Klimawandel schmelze, sagt er. Auch an der Zugspitze hat es am Dienstag einen großen Felssturz gegeben.
Grundsätzlich seien Felsstürze ganz normal im Alpstein, sagt Sepp Manser. Jeder Wanderer gehe ein gewisses Risiko ein, wenn er dort unterwegs ist. Der Experte empfiehlt Wanderern auf den offiziellen Wanderwegen zu bleiben. Sobald man die offiziellen Wegen verlasse, bestehe immer auch die Gefahr, dass man selbst einen Felssturz auslöst, berichtet Manser. Ausflügler sollten zudem keine Kopfhörer tragen, so höre man einen Felssturz in der Nähe.
Experten entscheiden über Sperrungen
Der Wanderweg am Seealpsee musste laut Sepp Manser nicht gesperrt werden. Sobald ein Felssturz gemeldet werde, würden Experten - darunter auch Geologen - entscheiden, ob ein Wanderweg gesperrt wird. Dabei werde das Risiko abgeschätzt. Mit den aufgestellten Schildern wolle man präventiv dafür sorgen, dass Wanderer in dem Gebiet keine Pause machen und sich nicht hinsetzen, sagt Manser.