Projekt mit 120 Mitwirkenden

Biberacher Realschule bringt den Bauernkrieg auf die Theaterbühne

Die Dollinger-Realschule in Biberach hat am Freitag Premiere mit ihrem Stück zum Jubiläum des Bauernkriegs vor 500 Jahren gefeiert. Es ist ein Großprojekt mit rund 120 Mitwirkenden.

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Von Autor/in Kristina Priebe

Der Bauernkrieg vor 500 Jahren wird in diesem Jahr nicht nur in den Museen thematisiert, sondern auch auf den Theaterbühnen. Das Stück "Für die Freiheit! 1525-2025" der Dollinger-Realschule in Biberach an der Riß vermittelt einen modernen Blick auf die historischen Ereignisse.

Seit Oktober laufen die Proben, noch viel länger die Recherchearbeiten. Im Fokus des Theaterstückes stehen die Bemühungen von Ulrich Schmied aus Sulmingen. Der Anführer des Baltringer Haufens wollte den Konflikt friedlich lösen.

Hier erzählt Dieter Maucher, Autor, Regisseur und Lehrer an der Dollinger-Realschule, welche Bedeutung Ulrich Schmied für ihn hat:

Bauerkrieg 1525: Als Oberschwaben Weltgeschichte geschrieben hat

Aus Sicht von Lehrer, Autor und Regisseur Dieter Maucher war Schmied der "Mahatma Gandhi Oberschwabens", ohne den es die berühmten Zwölf Artikel nicht geben würde. "Die im Baltringer Ried entstandenen Zwölf Artikel wären in Memmingen fast gescheitert", so Maucher.

Nur Schmieds Beharrlichkeit habe am Ende zu einer Einigung geführt. Eine große Persönlichkeit in einer Zeit, in der "Oberschwaben ein einziges Mal Weltgeschichte geschrieben hat." Die Zwölf Artikel gelten als eine der ersten schriftlich festgehaltenen Forderungen nach Menschen- und Freiheitsrechten in Europa.

"Für die Freiheit! 1525-2025" - so lautet der Titel des Theaterstücks der Dollinger-Realschule in Biberach. Rund 120 Mitwirkende bringen die Geschichte des Bauernkriegs auf die Bühne.
Dieter Maucher, Autor, Regisseur und Lehrer an der Dollinger-Realschule, schwört seine Darstellerinnen und Darsteller kurz vor der Uraufführung auf die Vorstellung ein. Kristina Priebe

Auf der Bühne stehen aber nicht nur die Schülerinnen und Schüler samt Schulchor, Schulorchester und Fanfarenzug, sondern auch Amateurschauspieler sowie die Historiengruppe des Baltringer Haufens, der in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen feiert.

Bauernkriegstheater als Live-Schalte vom Schlachtfeld

Auf drei Erzählebenen und auf drei Bühnen widmen sich die Schülerinnen und Schüler dem Aufstand der Bauern und Handwerker gegen die Obrigkeit. Um die historischen Ereignisse zu erzählen, schlüpfen die Jugendlichen unter anderem auch in die Rollen von Nachrichtensprechern und Reportern.

"Für die Freiheit! 1525-2025" - so lautet der Titel des Theaterstücks der Dollinger-Realschule in Biberach. Rund 120 Mitwirkende bringen die Geschichte des Bauernkriegs auf die Bühne.
Teil der Inszenierung sind auch Interviews mit den historischen Figuren - ein modernes Reporterteam begleitet die Entwicklung der Aufstände. Kristina Priebe

Es gibt fiktive Live-Schalten zum Bundestag und auf das Schlachtfeld. Dafür haben die Schülerinnen und Schüler sogar ein professionelles Sprechtraining im SWR-Büro in Biberach absolviert. Außerdem ordnen Schülerinnen und Schüler aus dem Zuschauerraum die historischen Geschehnisse aus heutiger Sicht ein.

Theaterstück zum Bauernkrieg: Einige Vorstellungen bereits ausverkauft

"Für die Freiheit! 1525-2025" - so lautet der Titel des Theaterstücks der Dollinger-Realschule in Biberach. Rund 120 Mitwirkende bringen die Geschichte des Bauernkriegs auf die Bühne.
Ulrich Schmied, der Anführer des Baltringer Haufens, schwenkt die Fahne, während der Chor "Wind of Change" von den Scorpions anstimmt. Kristina Priebe

Gespielt wird bis zum 25. Mai und zwar an wechselnden Aufführungsorten. Neben der Aula in der Dollinger-Realschule auch im Museumshof in Biberach und im Kloster Heggbach. Die Vorstellungen im Museumsdorf Kürnbach ist bereits größtenteils ausverkauft. Die Dollinger-Realschule ist die größte im Land und Teil des Programms "Kulturschule Baden-Württemberg".

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