Bettina Gräfin Bernadotte verlässt auf eigenen Wunsch die Geschäftsführung der Mainau GmbH in Konstanz. Das bestätigte die 51-Jährige gegenüber dem SWR. "Es gibt keine Krise, mir geht es gesundheitlich sehr gut. Das ist eine unternehmerische Entscheidung", sagte sie am Dienstag. Das vergangene Jahr sei auf der Mainau hinter den Erwartungen zurückgeblieben, ihre Entscheidung habe aber bereits zuvor festgestanden.
Wie es in einer Pressemitteilung heißt, soll ein neuer Geschäftsführer oder eine Geschäftsführerin ihre jetzigen Aufgaben übernehmen. Die neue Leitung werde extern gesucht. Björn Graf Bernadotte, der jüngere Bruder von Bettina Gräfin Bernadotte, werde in seiner bisherigen Rolle als Mit-Geschäftsführer diesen Entwicklungsprozess mitgestalten. So behalte die Mainau die enge Verbindung von Unternehmen und Familie.
Ich werde der Mainau eng verbunden bleiben über meine Arbeit im Stiftungsvorstand.
Zäsur auf der Mainau nach 18 Jahren in der Geschäftsführung
Die Familie Bernadotte gestalte und begleite die Mainau seit fünf Generationen, so die 51-Jährige. Dabei habe jede Generation in ihrem Zeitabschnitt unterschiedliche Aufgaben gehabt, da jede Zeit ihre eigenen Herausforderungen mit sich bringe. Sie selbst wolle sich neuen Herausforderungen stellen.
Was das genau ist, weiß ich noch nicht. Aber da werde ich mir dann sukzessive Gedanken machen.
Bettina Gräfin Bernadotte hatte die Geschäftsführung der Mainau GmbH 2007 übernommen. 2011 stieg Björn Graf Bernadotte gleichberechtigt mit ein. Gegründet hatte das Tourismusunternehmen auf der Insel im Bodensee ihr Vater, Lennart Graf Bernadotte. Er starb 2004.
Die Insel Mainau verzeichnet pro Jahr bis zu 1,2 Millionen Besucherinnen und Besucher. Sie wird von der Mainau GmbH betrieben und beschäftigt eigenen Angaben zufolge ganzjährig rund 150 Mitarbeitende und 30 Auszubildende. Im Blumenjahr von März bis Oktober kommen noch rund 200 Saisonkräfte hinzu.