Die AfD-Fraktion im Bundestag hat sich von einem für Sicherheit verantwortlichen Mitarbeiter getrennt. Er wurde im vergangenen Jahr vom Landgericht Ravensburg wegen Bedrohung, Besitzes verbotener Gegenstände und Trunkenheit im Verkehr verurteilt.
Der Vertrag sei aufgelöst, das bestätigte der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Bundestagsfraktion, Bernd Baumann, dem ARD-Hauptstadtstudio. Weitere Angaben machte er nicht und verwies darauf, dass es sich um eine personenbezogene Sache handele.
Asylbewerber in Friedrichshafen rassistisch beleidigt
Der "Spiegel" hatte im September berichtet, dass der Mann 2022 in Friedrichshafen (Bodenseekreis) Bewohner einer Asylbewerberunterkunft mit einer Schreckschusswaffe bedroht haben soll. Später wurde er demnach angetrunken in einem Auto gestoppt, in dem auch verbotene Gegenstände gefunden wurden - etwa ein Schlagstock.
Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Ravensburg bestätigte auf Anfrage das Urteil des Landgerichts Ravensburg vom 22. Mai 2024 im Zusammenhang mit dem genannten Vorfall. Der Mann wurde laut "Spiegel" zu 180 Tagessätzen von je 50 Euro verurteilt. Außerdem wurde ihm sein kleiner Waffenschein entzogen.
Sicherheitsmitarbeiter auch Funktionär der AfD im Bodenseekreis?
Unklar ist, ob der entlassene AfD-Mitarbeiter aus der Bodensee-Region kommt. Nach Informationen des "Spiegel" handelt es sich bei dem Mann um einen Funktionär der AfD im Bodenseekreis, dem Wahlkreis von Parteichefin Alice Weidel. Er soll dort als Beisitzer im Vorstand des Kreisverbandes Bodensee sitzen und Vorsitzender des AfD-Ortsverbandes Bodenseekreis Mitte sein.