Voll gelaufene Keller in Appenweier, Aquaplaning auf der A5 nördlich von Offenburg, ein kleinerer Hangrutsch im Kreis Waldshut - der Starkregen hat auch in Südbaden zu etlichen Einsätzen geführt. Am Montagmorgen habe es auf der A5 zwischen Offenburg und Achern (Ortenaukreis) in einer Dreiviertelstunde drei Auffahrunfälle gegeben, berichtet die Polizei. Ein Mensch sei dabei leicht verletzt worden. Die Unfallverursacher seien auf der nassen Fahrbahn zu schnell gefahren.
In Appenweier (Ortenaukreis) hatte die Feuerwehr in der Nacht auf Montag 25 Einsätze wegen überschwemmter Unterführungen und Keller. Teilweise habe das Wasser dort bis zu 70 Zentimeter hoch gestanden, berichtet die Feuerwehr. Der Dorfbach war über die Ufer getreten. Es mussten Sandsäcke aufgestapelt werden.
Starkregen bringt die Erde ins Rutschen
Im Schlüchttal (Kreis Waldshut) hat der viele Regen laut Polizei einen kleineren Erdrutsch ausgelöst. Betroffen ist die Strecke zwischen Witznau und Riedersteg. Die Straße sei deshalb vorübergehend gesperrt worden. Im Schweizer Nachbarkanton Aargau hatte ein Gewitter am Samstag für 160 Anrufe bei der Notrufzentrale gesorgt. Menschen wurden dort nicht verletzt.
Ein Erdrutsch hat wohl auch im Südosten Baden-Württembergs das schwere Zugunglück bei Riedlingen (Kreis Biberach) mit drei Toten und mindestens 41 Verletzten ausgelöst. Durch Starkregen sei am Unfallort ein Abwasserschacht übergelaufen, teilten Staatsanwaltschaft, Bundes- und Landespolizei am Morgen mit. Das Wasser habe einen Erdrutsch im Böschungsbereich zu den Gleisen hin ausgelöst und die Entgleisung verursacht.
Live-Ticker zum Nachlesen: Zug im Kreis Biberach entgleist ++ Erster Waggon des verunglückten Zuges vom Gleis gehoben ++ Zuginsasse liegt auf Intensivstation ++ Verstopfter Schacht hat wohl Hangrutsch ausgelöst ++
Bei Riedlingen (Kreis Biberach) ist am Sonntagabend eine Regionalbahn entgleist. Drei Menschen kamen ums Leben, viele weitere wurden verletzt. Alle Informationen im Live-Ticker.
Dauerregen im Schwarzwald trübt die Sommerlaune
Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) endet der Sommermonat Juli ungemütlich in Baden-Württemberg - mit teils kräftigem Regen und einzelnen Gewittern. Insbesondere im Schwarzwald droht Dauerregen, der sich bis Dienstag ziehen kann. In kurzer Zeit kämen Dutzende Liter Wasser pro Quadratmeter zusammen. Bei einzelnen Unwettern können laut DWD in einer Stunde bis zu 60 Liter auf einen Quadratmeter herunterkommen. Und insgesamt kriegen einige Orte in dieser Zeit bis zu 120 Liter pro Quadratmeter ab. Im Laufe des Montags ziehen die Regenwolken laut DWD Richtung Südosten.