Für viele Gartenbesitzer sind Mähroboter eine große Erleichterung - für Igel können sie jedoch lebensgefährlich werden. Deshalb will die Stadt Freiburg noch vor August ein Nachtfahrverbot für Mähroboter einführen. Es soll jedes Jahr von März bis November gelten, weil Igel vor allem nachts unterwegs sind. Fast alle Gemeinderatsfraktionen unterstützen den Vorschlag. Zwar werden der Stadt zufolge bislang nur vereinzelt verletzte Igel gemeldet. Bundesweit sind die Bestände jedoch seit Jahrzehnten stark rückläufig.
Nachtfahrverbot gilt nicht für Sportvereine
Für Sportvereine soll es Ausnahmen geben, so die Stadt. Tagsüber werden die Plätze meist für Training und Spiele genutzt, sodass Mähroboter kaum dann eingesetzt werden können. Viele Vereine setzen bereits auf die Geräte, weil sie Kosten sparen und den Rasen in gutem Zustand halten. Außerdem gelten Sportplätze als deutlich weniger attraktiv für Igel als private Gärten.
Auch im Landkreis Emmendingen wird ein Verbot gefordert
Das Nachtfahrverbot wird auch in vielen anderen Kommunen diskutiert. Im Landkreis Emmendingen hat das Igelnetzwerk Südbaden eine Unterschriftenaktion gestartet, um das Landratsamt zu einem Nachtfahrverbot zu bewegen. Laut Igelnetzwerk nehmen die Verletzungen durch Mähroboter immer weiter zu. Auch die Stadt Freiburg stützt ihre Entscheidung auf die Zahlen des Igelnetzwerks Südbaden.
Mähroboter dürfen nachtaktive Tiere nicht gefährden
Ganz neu ist der Schutz für Igel allerdings nicht. Wer seinen Mähroboter nachts fahren lässt und dadurch nachtaktive Wildtiere gefährdet, verstößt schon heute gegen das Naturschutzgesetz. Das geplante Nachtfahrverbot soll deshalb vor allem für mehr Klarheit sorgen und verhindern, dass noch mehr Igel verletzt oder getötet werden.