Festnahme in Südbaden

Mann soll zu Missbrauch eines Mädchens auf den Philippinen angestiftet haben

Er soll ein zwölfjähriges, auf den Philippinen lebendes Mädchen per Livestream sexuell missbraucht haben. Seit Anfang April sitzt der Mann aus Südbaden in Untersuchungshaft.

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Stand

Von Autor/in Samantha Happ

Der Mann aus Südbaden steht in Verdacht, 2017 den sexuellen Missbrauch einer Zwölfjährigen auf den Philippinen in Auftrag gegeben zu haben, so die Ermittlungen des Cybercrime-Zentrums der Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe und des Polizeipräsidiums Konstanz. Über einen Livestream soll er den Missbrauch des Mädchens nicht nur mitverfolgt, sondern durch Zahlungen von Geldbeträgen auch in Auftrag gegeben und angeleitet haben. Der Tatverdächtige ist bereits Anfang April festgenommen worden und sitzt seitdem in Untersuchungshaft, wie Staatsanwaltschaft und Polizei nun mitgeteilt haben.

Pädokriminelles Netzwerk auf den Philippinen

Der Festnahme vorausgegangen sei die Zerschlagung eines pädokriminellen Netzwerks durch Behörden auf den Philippinen. Fünf Kinder im Alter zwischen zwei und dreizehn Jahren seien auf den Philippinen von einem Mann für sexuelle Handlungen missbraucht worden. Die fünf Kinder befänden sich nun in der Obhut der philippinischen Behörden.

Spur führt auch nach Südbaden

Durch die bei den Ermittlungen auf den Philippinen beschlagnahmten Geräte seien die Behörden auf den Tatverdächtigen in Südbaden gestoßen. Bei der Durchsuchung der Wohnung und Geschäftsräume des Mannes seien zudem zahlreiche elektronische Speichermedien gefunden worden, die nun erst mal ausgewertet werden müssen.

56-Jähriger für ähnliche Tat am Landgericht Ulm verurteilt

Am Landgericht Ulm ist ein 56-jähriger Mann aus dem Alb-Donau-Kreis wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern auf den Philippinen zu drei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden. Der Mann hatte im Februar und März 2009 sowie Anfang des Jahres 2022 Geld dafür bezahlt, dass unbekannte Täterinnen auf den Philippinen sich an Mädchen vergingen.

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Im Prozess am Landgericht Ulm gegen einen 56-jährigen Mann aus dem Alb-Donau-Kreis wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern ist die Öffentlichkeit ausgeschlossen worden.

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