Brücken bauen mit Musik

Motown-Band aus Ghana eröffnet 25. Jubiläum des African Music Festival Emmendingen

Afrikanische Kultur und Musik mitten in Emmendingen. So präsentiert sich das African Music Festival seit 25 Jahren. Zum Jubiläum ist eine ganz besondere Band aus Ghana mit dabei.

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Von Autor/in Owusu Künzel

Eigentlich spielt die Band "The Greatest Band" jeden Samstag im "SOHO Club" in Accra, der Hauptstadt Ghanas. Jetzt sind sie für ein paar Konzerte in Südbaden unterwegs. Die Idee einer authentischen Retro-Musik Show stammt von Frontfrau und Initiatorin Sarah. Die Kenianerin, die schon länger in Ghana lebt, formte die Gruppe 2020. Nach ersten Erfolgen vor einem stetig wachsendem Publikum wurde das Konzept, von einem erst nur auf Motown-Klassikern ausgelegten Repertoire, erweitert.

Mittlerweile sind viele bekannte Ohrwürmer mit dabei, insgesamt über 120 Songs. "The Greatest Band" präsentiert Soul, Funk, Disco, Motown und Hits der 70er, 80er und 90er Jahre. Mit einer 12-köpfigen Besetzung versuchen sie jedem Publikum einzuheizen. Musikalische Einflüsse zieht die Band aus der in Ghana sehr beliebten Highlife-Musik. So entsteht ein Mix verschiedener Genres im ganz eigenen Stil.

Mehrere Shows in Südabden

Die Band ist für mehrere Konzerte in Südbaden unterwegs. Es ist ihre allererste Konzertreise außerhalb Ghanas. Neben einem Konzert in einem Restaurant im Kehler Yachthafen, spielten sie spontan auf einem LKW in der Freiburger Fußgängerzone. Beim Jubiläumsempfang des 25. African Music Festivals in Emmendingen am Donnerstagabend traten sie als Hauptact auf und gaben am gleichen Abend noch ein Zusatzkonzert bei der Aftershowparty in einem Emmendinger Restaurant. Im Rahmen des Festivalgottesdienstes, der am Sonntag ab 11 Uhr auf dem Emmendinger Schlossplatz als interkulturelle Feier stattfindet, ist die Band aus Ghana nochmals zu hören.

Austausch durch Musik

Im SWR-Interview verrät Frontfrau und Initiatorin Sarah, dass es der Band auch darum geht, Brücken zu bauen. Es sei sehr interessant, mit anderen Musikern zusammenzuarbeiten. Man habe direkt eine Verbindung gespürt. Der Austausch sei sehr bereichernd. Während ihres Aufenthalts hatten und haben sie mehrfach die Chance, mit anderen Künstlern oder Gruppen zu proben und zu spielen. Im Rahmen des Jubiläumsempfangs in beim 25. African Music Festival traten sie beispielsweise auch mit einem Chor aus der Region auf.

Wir tun, was wir tun, sie tun, was sie tun. Wir kommen zusammen und es entsteht was Schönes. Es ist schwer zu beschreiben.

Ihre Botschaft ist es, Liebe durch Musik verbreiten, so Bassist Michael. Gleichzeitig wollen sie die kulturellen Reichtümer Afrikas der Welt zeigen. Musik sei ein mächtiges Werkzeug, um verschiedene Menschen, egal woher, zu vereinen. Einer Songs, die speziell für den Jubiläumsempfang geschrieben wurden, verbreitet typischen afrikanischen Flair, wird aber von ausschließlich von einheimischen, deutschen Musikern gespielt und gesungen, erzählt der Bassist. Es sei ein tolles Beispiel für das gegenseitige voneinander lernen durch Musik, so Michael weiter.

25 Jahre kultureller Brückenbau

Seit dem Jahr 2000 vereint das African Music Festival verschiedene Kulturen. Es steht für gelebten Kulturaustausch, Gemeinschaft und Vielfalt. Neben Rhythmus und Musik, werden hier auch viele andere kulturelle Aspekte wie Tanz, Mode, Essen erlebbar. Möglich gemacht wird das Festival durch ehrenamtliches Engagement: Zwischen 120 und 150 ehrenamtliche Helfende setzen sich jedes Jahr dafür ein, dass das Festival reibungslos ablaufen kann.

Szenegrößen von Nah und Fern in Emmendingen


Bis Sonntag, den 3. August, erwartet das Publikum in Emmendingen Künstler aus der ganzen Welt. Am Samstag ist Stonebwoy, in Ghana ein wahrer Superstar, der Headliner des Events. Außerdem mit dabei die Reggae-Band Morgan Heritage aus Jamaika, Gentleman, Marleys Ghost zusammen mit Dellé, dem Frontmann von Seeed.

Zusätzlich werden verschiedende Trommel-, Tanz-, und Akrobatikkurse angeboten. Besuchende können auf dem Basar neben Klamotten auch Schmuck und Instrumente bestaunen und kaufen. Zusätzlich gibt es afrikanische Essensangebote aus verschiedenen Ländern.

Der Besuch des Festivals ist am Freitag und Samstag bis 17 Uhr kostenlos, am Festivalsonntag muss bereits ab 16:30 Uhr Eintritt gezahlt werden.

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