Auswertung der Fälle aus dem vergangenen Jahr

Feuerwehr in Baden-Württemberg wird etwa alle vier Minuten zu einem Einsatz gerufen

Die Feuerwehren in Baden-Württemberg haben zuletzt so viele Brände gelöscht wie noch nie. Darüber hinaus mussten sie in vielen Fällen die Schläuche gar nicht erst ausrollen. Wieso?

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Etwa alle vier Minuten werden in Baden-Württemberg die Einsatzkräfte der Feuerwehr gerufen: Zehntausende Male rückten sie im vergangenen Jahr aus und nie zuvor löschten sie dabei so viele Brände. Insgesamt wurden sie bei 21.716 Feuern alarmiert, wie aus der neuen Jahresstatistik hervorgeht, die das Innenministerium vorgelegt hat.

Neben Bränden viele Einsätze bei Unfällen und Tierrettungen

Brände sind bei weitem nicht der einzige Grund für die Feuerwehr, die Sirene einzuschalten und zu einem Einsatz zu fahren. Nur bei rund 17 Prozent der 128.385 Einsätze und Alarmierungen ging es darum, ein Feuer zu löschen.

Laut Statistik ist die Feuerwehr vor allem bei technischen Hilfeleistungen gefragt (43 Prozent) - etwa bei Unfällen oder anderen Notlagen. Feuerwehrleute retten auch Tiere und gehen gegen Insekten vor (12 Prozent) oder sie unterstützen den Rettungsdienst (6 Prozent).

Fehlalarme bei rund 23 Prozent der Fälle

Bei mehr als jedem fünften Einsatz (rund 23 Prozent) rückt die Feuerwehr unverrichteter Dinge wieder ab. Das ist ungefähr das Niveau des Vorjahres. Ein Grund könnte laut Innenministerium die wachsende Zahl automatischer Alarmsysteme sein, die in Gebäuden installiert sind und etwa durch Wasserdampf oder Staub ausgelöst werden können.

So viele Opfer tot geborgen wie seit 30 Jahren nicht mehr

Bei Brandeinsätzen und technischen Hilfsleistungen haben die Feuerwehren nach Angaben des Innenministeriums im vergangenen Jahr 16.296 Menschen gerettet oder in Sicherheit gebracht. "Diese Zahlen beweisen für sich alleine schon, welch wertvollen Dienst für die Gemeinschaft die Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner rund um die Uhr leisten", sagte Innenminister Thomas Strobl (CDU).

Die Einsatzkräfte hätten aber auch 2.122 Menschen nach Unfällen oder Bränden nur noch tot bergen können. Das seien so viele wie seit 30 Jahren nicht mehr. Zudem wurden 1.644 Kräfte bei den Freiwilligen Feuerwehren verletzt, bei den Berufsfeuerwehren waren es 161.

2.928 hauptberufliche Feuerwehrleute im Land

Die Zahl der Feuerwehrleute in Baden-Württemberg bleibt mit 115.577 Aktiven laut Statistik auf einem hohen Niveau. Hauptberuflich tragen 2.928 Menschen die Uniform. Rund neun Prozent sind weiblich, bei den Jugendlichen liegt dieser Anteil sogar bei rund 23 Prozent. "Diese Zahlen belegen, dass wir nicht nur bei den Freiwilligen Feuerwehren personell gut aufgestellt sind, sondern dass auch der Feuerwehrberuf attraktiv ist", sagte Strobl.

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SWR

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