Vor allem die Zölle waren im ersten Halbjahr 2026 eine Belastung für den Nutzfahrzeughersteller aus Leinfelden-Echterdingen und haben das Ergebnis des Konzerns belastet. Konzernweit ging der bereinigte Betriebsgewinn auf 1,3 Milliarden Euro zurück - fast halb so viel wie noch im Vorjahreszeitraum, da lag der Wert noch bei 2,1 Milliarden Euro.
Das größte Werk von Daimler Truck steht im rheinland-pfälzischen Wörth, der Lkw-Hersteller hat in Deutschland außerdem Standorte in Mannheim, Gaggenau, Stuttgart-Untertürkheim, Neu-Ulm und Kassel.
Daimler Truck profitiert von starker Nachfrage in Nordamerika
Gut liefen die Geschäfte allerdings in Nordamerika: Hier sorgte die starke Nachfrage nach Lkw dafür, dass sich der Hersteller mehr als doppelt so viele Aufträge wie im Vorjahreszeitraum sicherte. Wegen der guten Geschäfte dort und weil der Konzern sinkende Zollkosten erwartet, rechnet Daimler Truck für 2026 insgesamt mit steigenden Gewinnen. Das Unternehmen hatte deshalb den Ausblick für 2026 bereits Ende Juli angehoben.
"Daimler Truck Defence" Daimler Truck baut Rüstungsgeschäft aus und gründet Marke für Militärfahrzeuge
Daimler Truck baut sein Rüstungsgeschäft stark aus und gründet dazu eine neue Dachmarke. Dadurch sollen auch weitere Arbeitsplätze - etwa am Standort Wörth - entstehen.
Neues Werk in den USA schon Ende des Jahres
Der Konzern hat zudem am Donnerstagabend bekannt gegeben, dass er noch in diesem Jahr mit dem Bau eines neuen Produktionswerkes in den USA beginnen will. Der genaue Standort steht aber noch nicht fest. Ab 2029 sollen dort dann Fernverkehrs- und Spezial-Lkw hergestellt werden. Konkrete Investitionssummen sowie Angaben zur Produktionskapazität machte das Unternehmen zunächst nicht.
Das neue Werk in den USA wird Teil des Produktionsnetzwerkes von Daimler Trucks North America sein, das vor allem Fahrzeuge für den nordamerikanischen Markt herstellt. Auswirkungen auf den Standort des Herstellers in Wörth wird das nach Angaben des Unternehmens nicht haben.