VfB-Trainingslager in Grassau

Familienmensch Grischa Prömel will beim VfB "die geile Geschichte weiterschreiben"

Der VfB Stuttgart bereitet sich im oberbayerischen Grassau am Chiemsee auf die kommende Saison vor. SWR Sport hat mit Neuzugang Grischa Prömel gesprochen.

Teilen

Stand

Können Sie noch schwäbisch?
Würde ich schon sagen, ja. Auch wenn ich mit meinen Kumpels nicht mehr allzu viel Schwäbisch rede, aber wenn ich bei meiner Oma bin, schweift man schon ein bisschen ab.

Wie fühlen Sie sich hier in Stuttgart?
Das ist Heimat für mich. Ich fühle mich sehr wohl. Ich wurde natürlich jetzt hier beim VfB auch super aufgenommen. Und in Stuttgart an sich habe ich viele Freunde, habe ich meine Familie. Deswegen ist es einfach nach Hause kommen für mich und ist mir nicht schwer gefallen.

Stuttgart
Deniz Undav nach einer Trainingseinheit im Trainingslager des VfB Stuttgart

Stuttgart im Trainingslager VfB-Stürmer Deniz Undav und seine Erwartungen an den neuen Bundestrainer Klopp

Torjäger Deniz Undav bereitet sich im Trainingslager mit dem VfB Stuttgart auf die neue Saison vor. In Grassau spricht er über die aktuelle Situation im Trainingslager, den Hype um ihn - und den neuen Bundestrainer Jürgen Klopp.

Wie wichtig war das bei der Entscheidung, zum VfB zu gehen?
Es ist natürlich das Gesamtpaket. Zum einen die sportliche Perspektive, zum anderen ist es eine schöne Sache, wenn man das verbinden kann. Es hat natürlich meine Familie extrem gefreut, dass sie jetzt nur noch zehn Minuten ins Stadion braucht, dass ich endlich im Brustring auflaufe. Das war schon irgendwie auch nicht nur mein Wunsch, sondern auch ein Traum meiner Eltern. Deswegen ist es eine schöne Sache, dass es jetzt zustande gekommen ist.

Wie weit waren Ihre Eltern eingebunden? Haben Sie gesagt, wir schauen mal, vielleicht klappt das mit Stuttgart oder haben Sie gesagt, ich warte, bis es tatsächlich fix ist und sag es dann?
Nein, ich bin schon ein Familienmensch, und die Familie ist mir unglaublich wichtig. Deswegen war sie von Tag eins mit an Bord. Trotzdem bin ich derjenige, der die Entscheidung trifft.

Wie war die erste Reaktion, als Sie gesagt haben: Ich gehe nach Stuttgart?
Sie haben sich natürlich sehr gefreut. Sie freuen sich, dass ich jetzt in der Nähe bin, aber sie unterstützen mich auch schon über meine ganze Karriere hinweg. Und da war es eigentlich zweitrangig, für welchen Verein ich aufgelaufen bin. Den Support meiner Eltern und meinen Geschwistern hatte ich immer. Und das ist, glaube ich, auch wichtig, weil das Familie auszeichnet.

Stuttgart, Saarbrücken
Silvio Meißner

Karriere nach der Karriere Vom Bundesligastar zum Alltagshelfer - Silvio Meißner und seine zweite Karriere

Silvio Meißner wurde im Jahr 2007 Deutscher Meister mit dem VfB Stuttgart. Heute leitet er eine Agentur für "Alltagshelfer".

SWR Aktuell Baden-Württemberg SWR BW

Was ist für Sie das Wichtigste, wenn Sie in Stuttgart auflaufen? Was ist Ihr Ziel?
Ich will erfolgreichen Fußball spielen, meine Stärken auf dem Platz bringen und der Mannschaft helfen, den erfolgreichen Weg, den sie die letzten Jahre gegangen ist, einfach fortzuführen. Und ich weiß natürlich auch, dass ich einer von den erfahrenen Jungs bin. Ich will meine Qualitäten einbringen, will den jungen Spielern mit Rat und Tat zur Seite stehen und einfach Teil vom VfB sein. Und ja, die geile Geschichte weiterschreiben.

Und Sie wollen in die Startelf?
Ja, natürlich. Das ist eine Frage, die kannst du jedem Einzelnen stellen. Sonst bräuchte ich den Job ja nicht auszuführen. Ich bin Fußballer durch und durch. Ich bin aber genauso auch Wettkämpfer und will immer das Maximale rausholen, sei es für die Mannschaft, sei es für mich persönlich. Ich will so viel spielen wie möglich. Und deswegen gebe ich in jedem Training alles und probiere, es dem Trainer so schwer wie möglich zu machen, mich draußen zu lassen.

Stuttgart
Ermedin Demirovic vom VfB Stuttgart steigt aus dem Teambus

Stuttgart im Trainingslager Trotz möglicher Konkurrenz: Demirovic möchte beim VfB bleiben

Der VfB Stuttgart bereitet sich im Trainingslager auf die neue Saison vor, mit dabei auch Ermedin Demirovic. Dieser will trotz Konkurrenz im Sturm beim VfB bleiben - und hofft in der Königsklasse auf einen englischen Gegner.

Sind Sie einer, der sich immer quälen kann? Also die ganze Zeit quasi, sobald der Trainer pfeift?
Ich bin schon einer, der an die Grenzen gehen kann. Und das hat mich am Ende dann auch in die Bundesliga gebracht. Und jetzt zu einem Verein, der in der Champions League spielt. Und das zeichnet mich, glaube ich, auch ein Stück weit aus, dass ich einer bin, der gerne ans Limit geht, gerne schaut, was ist möglich und was steckt im Körper drin. Welche Grenzen lassen sich verschieben? Deshalb gehört es natürlich auch zu so einer Vorbereitung dazu. Die letzten zwei Tage waren intensiv. Zwei Trainingseinheiten am Tag bei den Temperaturen sind nicht immer leicht. Aber das brauchen wir in der Vorbereitung. Die Vorbereitung ist dazu da, dass man auch mal drübergeht, dass man eher Substanz gewinnt, dass man sich gut vorbereitet auf die Saison, weil die Saison lang wird. Wir haben drei Wettbewerbe, in denen wir performen wollen und müssen.

Erstmals publiziert am
Stand
Das Interview führte
Andreas Köstler
Onlinefassung
Martin Bromber
SWR Sport Logo