Beinahe wäre dem FCK der große Coup gelungen. Beim FC Schalke 04 lagen die Roten Teufel schon mit 2:0 vorne. Doch in den letzten Minuten konnten die Knappen noch zum 2:2 ausgleichen.
"Wenn man nur das Ergebnis sieht, dann kann man zufrieden sein, wenn man beim Tabellenführer einen Punkt holt", sagt Marlon Ritter in der neuen Folge des SWR Sport Podcasts "Nur der FCK". "Aber wenn man das Spiel sieht und gesehen hat, wie wir aufgetreten sind - das war glaube ich eins der besten Spiele, die wir auswärts gezeigt haben - dann ist man schon enttäuscht, wenn man nur mit einem Punkt nach Hause fährt."
FCK muss Führung cleverer verteidigen
Der Kapitän benennt das zentrale Learning aus dem späten Einbruch: fehlende Kontrolle. Er und sein Team hätten den Sieg nach Hause bringen können, "wenn du noch fünf, sechs Minuten das ein bisschen cleverer runterspielst, Freistöße rausholst, die Zeit runterlaufen lässt und einfach nicht diese Aufbruchstimmung zulässt". Ritter findet, "dass wir einfach entschlossener, cleverer und vielleicht auch ein bisschen dreckiger unsere Spiele zu Ende bringen müssen".
Rote Teufel haben Rechnung mit Elversberg offen
Mit Blick auf das kommende Heimspiel gegen Elversberg (31.01., 20:30 Uhr) gelte es jetzt, nicht lange Trübsal zu blasen. Es seien zwar alle enttäuscht über das Ergebnis auf Schalke, trotzdem sei die Leistung zu gut gewesen, um jetzt den Kopf in den Sand zu stecken. In der Hinrunde haben die Roten Teufel ihr Spiel in Elversberg verloren. Auf dem Betzenberg soll sich das nach Ritters Willen ändern: "Ich glaube wir sind viel weiter, als noch in der Hinrunde. Wir sind besser eingespielt, können uns auf mehrere Sachen einstellen. Ich hoffe, dass wir das am Samstagabend auch zeigen können."
Doch bei Gegner Elversberg werde "richtig gute Arbeit geleistet". Ritter hält die Saarländer für eine Mannschaft, "die richtig guten Fußball spielt, die viele Einzelspieler hat, die richtig gut kicken können".
Aufstieg kein Tabuthema mehr beim FCK
Dass der FCK inzwischen offensiver über das Thema Aufstieg spricht - Trainer Torsten Lieberknecht zählte sein Team nach dem Spiel auf Schalke selbst zum Kreis der Aufstiegsanwärter - überrascht Ritter nicht. Für ihn ist der Weg klar: "Wenn du Fußball spielst, hast du immer das Ziel, in der Bundesliga zu spielen. Keiner, der als Kind anfängt, sagt, ich möchte irgendwann mal 2. Liga spielen."
Gleichzeitig erinnert er an die Realität der letzten Jahre. Man wisse, wo man herkomme. "Es kann schnell nach oben gehen, aber auch noch viel schneller nach unten." Ritter selbst hat für Paderborn schon elf Spiele in der ersten Liga gemacht.
Marlon Ritter privat: Familie, Feierabend und Pizza nach Siegen
Im FCK-Trikot ist Ritter ein lautstarker und emotionaler Typ. Abseits des Rasens ist er ein bodenständiger Familienmensch. Ritter gibt zu, nicht der fleißigste Profi zu sein und keine Extraschichten nach dem Training zu machen: "Da bin ich eher einer, der sagt, wenn Feierabend ist, dann hat man auch Feierabend."
Ritter sieht sich selbst nicht als Musterprofi, lebt eher von seinem Talent. Da darf es nach einem Sieg auch gerne mal eine Pizza sein.
Welches Detail Marlon Ritter unmittelbar vorm Anstoß eines Heimspiels auf dem Betze besonders mag und wie und mit wem er die Zeit im Bus auf dem Weg zum Auswärtsspiel verbringt, verrät er in der neuen Folge des Podcasts "Nur der FCK". Überall da, wo es Podcasts gibt und direkt über folgenden Link:
Fußball | Podcast Nur der FCK
Nur der FCK - der SWR Sport Podcast über den 1. FC Kaiserslautern. Alle zwei Wochen reden wir über alles rund um den FCK - mit Spielern und Fans.